Letzter Vorrundenspieltag der Königsklasse

Was passieren muss, damit drei deutsche Klubs in der Champions League bleiben

Wollen weiter gegen Europas Elite spielen: Julian Brandt (rechts) und Borussia Dortmund..

Hannover. Das Flutlicht brennt, die Champions-League-Hymne läuft, und ein prominenter Klub aus England ist zu Gast. Das Heimspiel gegen Tottenham Hotspur könnte eigentlich einer jener rauschenden Europapokal-Abende sein, die in den vergangenen Jahren fester Teil von Eintracht Frankfurts Identität geworden sind. Eigentlich. Die Mannschaft steckt bekanntermaßen in der Krise und spielt gegen Tottenham nur noch um die Antrittsprämie. Als einziger deutscher Vertreter sind die Frankfurter schon sicher ausgeschieden vor dem letzten Spieltag der Champions-League-Vorrunde, an dem alle 18 Spiele gleichzeitig stattfinden - an diesem Mittwoch ab 21 Uhr.

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Fundamental anders ist die Lage beim FC Bayern. Der deutsche Rekordmeister hat als einziger Bundesliga-Klub den Verbleib im Wettbewerb schon sicher, steht sogar schon als Teilnehmer des Achtelfinals fest und umgeht die ungeliebten Playoffs. Bei der PSV Eindhoven wollen die Münchner den zweiten Platz der Vorrunden-Tabelle sichern. Dafür würde schon ein Remis reichen. Die Vorteile wären: Zum Duell mit dem FC Arsenal, der Vincent Kompanys Mannschaft die einzige Vorrunden-Niederlage beigebracht hatte, könnte es erst im Finale kommen. Und: Bis zum Halbfinale hätte der FC Bayern im Rückspiel Heimrecht. Ob das die Bayern-Profis motiviert? Wichtiger dürfte ihnen sein, dass sie nach der überraschenden ersten Niederlage der Bundesliga-Saison zuletzt gegen den FC Augsburg jedes Gerede über einen möglichen Form-Einbruch vermeiden wollen.

Für Borussia Dortmund ist im Heimspiel gegen den Vorjahres-Finalisten Inter Mailand die ganze Bandbreite des sportlichen Abschneidens möglich. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac könnte noch auf einen der ersten acht Tabellenplätze vorrücken und den direkten Achtelfinal-Einzug schaffen. Dafür müssen die Dortmunder gewinnen - und auf entsprechende Ergebnisse von Konkurrenten wie Paris Saint-Germain, Newcastle United, FC Barcelona oder Manchester City hoffen.

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Diese Variante ist zwar möglich, wegen der vielen Unwägbarkeiten aber unwahrscheinlich. Ähnlich ist es mit dem ultimativen Horrorszenario - dem direkten Aus. Dortmund müsste verlieren, und gleich neun darunter platzierte Teams müssten am BVB vorbeiziehen. Realistisch wäre für die Kovac-Auswahl der Einzug in die Play-offs. Dafür würde schon ein Remis gegen Inter Mailand sicher reichen.

Der vierte deutsche Klub ist Bayer Leverkusen. Die Mannschaft kann gegen den FC Villarreal (schon ausgeschieden) maximal den Play-off-Einzug schaffen - und will das auch tun. Mit einem Sieg wäre Leverkusen weiter in der Champions League dabei. Bei einer Niederlage könnte den deutschen Vizemeister das direkte Vorrunden-Aus ereilen - und damit das gleiche Schicksal wie Eintracht Frankfurt.