Nach Seilbahnunglück in Italien: Fall Eitan - Gericht weist Einspruch des Großvaters ab
Mailand. Im Fall um den israelischen Jungen, der als einziger das Gondelunglück am Monte Mottarone überlebte, hat die italienische Justiz den Einspruch des Großvaters gegen einen Haftbefehl abgelehnt. Die Gründe dafür wolle das Gericht in den kommenden Tagen nennen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Montag. Damit bleibe der internationale Haftbefehl gegen den 58-Jährigen bestehen.
Eitan überlebte als einziger das Seilbahnunglück am Lago Maggiore
Diesen hatte die Staatsanwaltschaft in Pavia vor knapp zwei Wochen ausgestellt und die Auslieferung des Großvaters und seines mutmaßlichen Komplizen beantragt. Die Justiz wirft den beiden vor, Eitan entführt zu haben, weil sie den Kleinen Mitte September entgegen einer richterlichen Anordnung nach Israel gebracht hatten.
In Tel Aviv, wo der Junge weiter leben soll, läuft derzeit ein Berufungsverfahren. Zwei Vorinstanzen hatten geurteilt, Eitan solle zurück nach Italien. Er hatte am Pfingstsonntag (23. Mai) als einziger das tödliche Seilbahnunglück an dem Berg westlich des Lago Maggiore überlebt. Seine Eltern, Urgroßeltern und sein kleiner Bruder kamen dabei ums Leben. Insgesamt starben 14 Menschen. Eitan kam danach bei seiner Tante in Italien unter.
RND/dpa