Björn Rosenkranz ist neuer Kreisbrandmeister in der Sächsischen Schweiz
Sächsische Schweiz/Osterzgebirge. Der Landkreis Sächsische Schweiz Ost-Erzgebirge hat einen neuen Kreisbrandmeister. Bereits seit dem 1. Januar besetzt Björn Rosenkranz die Stelle, wie das Landratsamt Pirna mitteilt. Er tritt damit die Nachfolge von Karsten Neumann an, der das Landratsamt nach über 20 Dienstjahren im vergangenen Sommer verlassen hatte. Im Laufe des Jahres soll zudem ein stellvertretender hauptamtlicher Kreisbrandmeister das Team erweitern. Björn Rosenkranz war zuvor einer dieser ehrenamtlichen Stellvertreter und konnte so bereits Erfahrungen sammeln.
„Der Kreisbrandmeister nimmt aufgrund seiner klaren Aufgabenstellung eine gesonderte Position im Landkreis ein“, erklärt Landrat Michael Geisler (CDU). „Er übernimmt grundlegende Aufgaben im Brandschutz und steht als kompetenter Ansprechpartner für unsere kreisangehörigen Städte und Gemeinden zur Verfügung.“ Insbesondere in Vorbereitung auf außergewöhnliche Situationen, wie dem großflächigen Waldbrand in der Sächsischen Schweiz im Juli 2022, spiele der Kreisbrandmeister eine wichtige Rolle für die Sicherheit in der Region.
Verantwortung für Gemeinde- und Ortsfeuerwehren
Zu den Aufgaben des hauptamtlichen Kreisbrandmeisters gehört neben der Unterstützung der überörtlichen Zusammenarbeit im Brandschutz auch die Überprüfung von Ausrüstung. Außerdem überwacht er die Einsatzfähigkeit der 36 Gemeindefeuerwehren und 180 Ortsfeuerwehren im Landkreis. Dafür sind umfassende Informationen und eine enge Zusammenarbeit mit Stadt- und Gemeindeverwaltungen sowie Feuerwehrführungskräften notwendig. Er ist zudem Ansprechpartner für örtliche Brandschutzbehörden und sorgt als Verbindung zum Bezirksbrandmeister für den Informationsfluss zur oberen Brandschutz-, Rettungsdienst- und Katastrophenschutzbehörde. Er koordiniert auch notwendige Alarm- und Einsatzpläne mit den tschechischen Behörden auf Basis der Vereinbarung zur gegenseitigen Hilfeleistung.
Bindeglied zwischen Behörden und Feuerwehren
Um die vielfältigen Aufgaben zu bewältigen, wurden durch den Landrat am 5. Dezember 2023 ehrenamtliche Stellvertreter für eine Amtszeit von sechs Jahren in den Regionen ernannt. Sie agieren als Bindeglied zwischen der Kreisverwaltung, örtlichen Brandschutzbehörden und den Freiwilligen Feuerwehren vor Ort. Die stellvertretenden Kreisbrandmeister beraten Gemeinden und Wehrleiter, bereiten Alarm- und Einsatzübungen vor und führen sie durch. Außerdem wirken sie bei der überörtlichen Einsatzplanung mit und koordinieren Einsatzkräfte sowie Behörden bei gemeinsamen Einsätzen. Zudem nehmen sie an Versammlungen und Repräsentationsveranstaltungen teil und setzen die Regelungen zur Führungsorganisation im Katastrophenfall im Landkreis durch.
DNN