Umbau von Villa Akazienhof: „Ein Ort der Begegnung für Jung und Alt“
Dresden. In Gruna entsteht ein neues Stadtteilhaus – das hatten sich einige Bürger schon länger gewünscht. Nun hat die Sanierung der Villa Akazienhof begonnen. Hier soll ein zentraler Ort für Begegnung, Kultur, Beratung und bürgerschaftliches Engagement entstehen. Die Stadt Dresden hofft auf eine Inbetriebnahme bereits im Frühjahr 2028.
Die Idee, aus der Villa ein Stadtteilhaus zu machen, stammt von engagierten Bürgern Grunas. Konkretisiert und in die Planung integriert wurden deren Vorstellungen maßgeblich in Zusammenarbeit mit dem Stadtteilverein „In Gruna Leben“. Jetzt bereitet die Landeshauptstadt Dresden die Nutzung des Gebäudes vor. Möglicherweise wird die Volkssolidarität Dresden die Betreibung vor Ort übernehmen. Mit dem potenziellen Träger werden derzeit noch Gespräche geführt.
Die Menschen des Stadtteils bekommen nun ihren zentralen Treffpunkt, für den sie sich so eingesetzt haben.
Stephan Kühn
Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften
Entstehen soll hier ein niedrigschwelliger, zentraler und generationenübergreifender Treffpunkt. Neben Beratungsangeboten für Familien und Senioren, wird es auch kulturelle Angebote, Kurse und Veranstaltungen geben – alles im Sinne der Gemeinschaft und des gesellschaftlichen Miteinanders. Initiativen und Vereine können die Räume für Veranstaltungen und Treffen nutzen.
„Der Baustart in der Villa Akazienhof ist eine wunderbare Nachricht für Gruna. Die Menschen des Stadtteils bekommen nun ihren zentralen Treffpunkt, für den sie sich so eingesetzt haben. Wie schon das neue Stadtteilhaus in der Johannstadt wird auch der Akazienhof für Gruna der Magnet für Austausch und Zusammenhalt werden. Ein Ort der Begegnung für Jung und Alt“, meint Stephan Kühn, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften.
Konkretes zur Sanierung und zum Umbau
Bei den Sanierungs- und Umbauarbeiten soll der Charakter der Villa Akazienhof erhalten bleiben. Daher will man einen größtmöglichen Teil der Gebäudesubstanz erhalten, somit auch die Raumstruktur sowie die Kubatur des Gebäudes. Trotzdem muss das Gebäude grundhaft saniert werden: Sämtliche Mauern und Decken werden ertüchtigt, der Dachstuhl wird erneuert und eingedeckt. Zudem wird das Haus grundlegend modernisiert.
So viel soll es kosten
Für Sanierung und Umbau sind 3,95 Millionen Euro vorgesehen. Die Summe bildet sich aus Fördermitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Geldern des Freistaates sowie zu 30 Prozent aus Eigenmitteln der Landeshauptstadt Dresden. Geplant wurde der Umbau vom Dresdner Architekturbüro ZDR Architekten. Dieses erhielt bei einem europäischen Ausschreibungsverfahren den Zuschlag.
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Zur vollständigen AnsichtHistorie der Villa
Die Villa Akazienhof hatte schon mehrere Nutzer: Mitte des 19. Jahrhunderts wurde sie als Landhaus des Barons von Rosenberg errichtet. Bis zum Zweiten Weltkrieg noch als Wohnhaus genutzt, kam sie kurz danach in den Besitz der Mimosa AG. Das war ein Unternehmen, das Fotografie und Filmmaterial herstellte. 1953 zog dann eine Kindertagesstätte ein. Seit 1996 steht das Gebäude jedoch leer.
Zeitweise wird es im angrenzenden Wohngebiet zu Baulärm führen. Man versucht, diesen zwischen 12 und 14 Uhr zu reduzieren. Die Baustellenzufahrt erfolgt über die Ostrauer Straße.
DNN