Wie gerecht sind Aufgaben in Paarhaushalten verteilt?

Mehr als jede dritte Frau, die mit einem Mann zusammenlebt und keine Hilfe hat, fühlt sich fast immer oder häufig durch Tätigkeiten im Haushalt überlastet und gestresst.

Mehr als jede dritte Frau, die mit einem Mann zusammenlebt und keine Hilfe hat, fühlt sich fast immer oder häufig durch Tätigkeiten im Haushalt überlastet und gestresst.

Bochum. Trotz Partner: Mehr als jede dritte Frau, die mit einem Mann zusammenlebt und keine Hilfe hat, fühlt sich fast immer oder häufig durch Tätigkeiten im Haushalt überlastet und gestresst. Dies hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa unter Paaren ergeben. Auftraggeber war die Minijob-Zentrale. Während 37 Prozent der Frauen angaben, gestresst vom Haushalt zu sein, ließ das die meisten Männer kalt. Nur 10 Prozent der Männer gab an, sich durch den Haushalt gestresst zu fühlen.

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Kein Streit - doch Entlastung wäre schön

Zu Streit kommt es wegen der Aufgabenverteilung im Haushalt nur bei 6 Prozent der Befragten. Die große Mehrheit gab an, so gut wie nie (61 Prozent) oder eher selten (33 Prozent) über die Aufgabenverteilung zu streiten, heißt es in der repräsentativen Studie, die der dpa am Dienstag vorab vorlag. Drei Viertel der Befragten waren der Ansicht, dass die Aufgabenverteilung im Haushalt zwischen den Partnern gerecht verteilt ist.

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Fast jeder dritte Befragte wünscht sich eine Entlastung bei der Hausarbeit. Laut Studie könnten besonders Paare mit Kindern eine Hilfe gebrauchen (43 Prozent). Überraschenderweise sind es zudem nicht die Senioren, die sich Unterstützung wünschen, sondern die 18- bis 44-Jährigen (46 Prozent).

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Frauen erledigen deutlich mehr Aufgaben

Frauen gaben bei der Befragung deutlich häufiger als Männer an, ausschließlich oder vorwiegend selbst die Aufgaben im Haushalt zu erledigen. Während sich 57 Prozent der Frauen so äußerten, waren es bei den Männern gerade mal sechs Prozent. „Wäsche waschen und bügeln, Kochen sowie Putzen und Staubsaugen sind Aufgaben im Haushalt, die mehrheitlich von den Frauen erledigt werden“, stellen die Studienautoren fest. Das Einkaufen (55 Prozent), Ein- und Ausräumen der Spülmaschine (57 Prozent) und Müllrausbringen (47 Prozent) sind dagegen die Aufgaben im Haushalt, die überwiegend beide Personen gemeinsam machen.

25 Prozent der Befragten empfanden die Aufgabenverteilung im Haushalt als ungerecht. Die Studie befragte diese Teilnehmer genauer nach den Gründen. Weil sich sonst gar nicht gekümmert wird, gaben 62 Prozent als Grund dafür an, dass eine Person mehr als die andere macht. 60 Prozent der Befragten meinten, dass eine Person mehr als die andere macht, weil sonst die Aufgaben nicht gründlich erledigt werden. Über die Verteilung dieser Antworten auf Frauen und Männer macht die Forsa-Studie keine Angaben.

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RND/ame/dpa

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