Wie entsteht die Vorliebe für bestimmte Speisen?

Wohl jeder Mensch hat ein Lieblingsessen.

Ein wichtiger Teil der Antwort auf diese Frage liegt in der Kindheit. Unser Geschmack entwickelt sich schon im Mutterleib. Etwa ab der achten Schwanger­schafts­woche besitzen Ungeborene erste Geschmacks­rezeptoren und lernen über das Fruchtwasser die kulinarischen Vorlieben der Mutter kennen. Damit werden Grundlagen für spätere Vorlieben gelegt. In den ersten Lebensmonaten geht diese Prägung weiter. Die Muttermilch schmeckt süßlich. Forschende glauben, dass damit auch unsere Vorliebe für Süßes zusammenhängt. Dieser Geschmack verheißt zudem lebens­not­wendige Kalorien und ist fast nie bei giftigen Speisen zu finden – die sind eher bitter.

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Babys sind besonders offen, neue und vielfältige Geschmacks­richtungen anzunehmen. Deshalb wird Eltern geraten, möglichst gesundes und vielfältiges Essen anzubieten. Je größer Kleinkinder werden, desto weiter entwickelt sich ihr Geschmack und oft auch die Ablehnung von bestimmten Speisen. Plötzlich stehen nur noch Nudeln mit Ketchup oder Pfannkuchen auf dem Speiseplan. Klingt verrückt, aber das ergibt aus evolutionärer Sicht Sinn. Kinder werden selbstständiger und entdecken ihre Umgebung. Dabei sollen sie nicht alles in den Mund nehmen und essen, was ihren Weg kreuzt. Das könnte gefährlich sein. Deshalb setzen sie eher auf Bewährtes – Nudeln und Ketchup zum Beispiel.

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