Weltraumteleskop James Webb erreicht seine Zielposition

Die von Northrop Grumman über die Nasa verbreitete Computergrafik aus dem Jahr 2015 zeigt das James-Webb-Teleskop im All.

Die von Northrop Grumman über die Nasa verbreitete Computergrafik aus dem Jahr 2015 zeigt das James-Webb-Teleskop im All.

Cape Canaveral. Das James-Webb-Weltraumteleskop hat seine Endposition erreicht. Das Gerät habe seine Raketen für knapp fünf Minuten gezündet und sei am Montag in die vorgesehene Umlaufbahn um die Sonne eingetreten, die etwa 1,6 Millionen Kilometer von der Erde entfernt liegt, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Die Spiegel des umgerechnet rund 8,8 Milliarden Euro teuren Teleskops müssten noch genau ausgerichtet werden. Bis Juni sollten zudem die Infrarot-Detektoren weiter auf Arbeitstemperatur gekühlt werden.

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Die Belegschaft der Bodenkontrolle in Baltimore feierte den Zwischenschritt. „Wir sind der Entschlüsselung der Geheimnisse des Universums einen Schritt näher gekommen. Und ich kann es kaum erwarten, diesen Sommer Webbs erste neue Aussichten ins Universum zu sehen“, sagte Nasa-Chef Bill Nelson.

Was geschah nach dem Urknall vor rund 13,8 Milliarden Jahren?

Das teuerste und leistungsstärkste jemals gebaute Weltraumteleskop ist ein Gemeinschaftsprojekt der Nasa, der europäischen ESA und der kanadischen Raumfahrtbehörde. Es soll Erkenntnisse über die frühe Zeit nach dem Urknall vor rund 13,8 Milliarden Jahren liefern. Es war am Weihnachtstag in Französisch-Guayana mit einer Ariane-Rakete gestartet. Seither wurde das für den Start zusammengefaltete Teleskop in diffizilen Schritten entfaltet. Pannen hätten einen Fehlschlag des gesamten Projekts bedeuten können. Wegen der großen Entfernung zur Erde kann James Webb nicht von Astronautinnen oder Astronauten repariert werden wie sein Vorgänger, das Hubble-Teleskop.

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Seinen Beobachtungsposten hat das sieben Tonnen schwere James Webb am sogenannten zweiten Lagrange-Punkt bezogen, an dem sich die Gravitation von Sonne und Erde die Waage hält. Das Teleskop befindet sich stets auf der Nachtseite der Erde, damit die Infrarot-Detektoren so kalt wie möglich bleiben.

RND/AP

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