Geld sparen und Verbrauch reduzieren

Hitzesommer und Dürren: Tipps für einen bewussten Umgang mit Wasser

Jede Person in Deutschland verbraucht im Durchschnitt täglich 127 Liter Trinkwasser.

Jede Person in Deutschland verbraucht im Durchschnitt täglich 127 Liter Trinkwasser.

Hohe Temperaturen und vergleichsweise wenige Niederschläge: Der Klimawandel sorgt auch hierzulande zunehmend für Dürren. Bisher war Wasserknappheit in Deutschland zwar noch kein größeres Problem, doch insbesondere im Hinblick auf die steigende Zahl an Hitzesommern sollten auch Privathaushalte ihren Wasserverbrauch reduzieren und bewusster mit dieser Ressource umgehen. Wir erklären, wie das im Alltag gelingen kann.

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Achtsamer Einsatz von Wasser im Badezimmer

Schon im Badezimmer lässt sich einiges an Wasser einsparen, wenn man den ein oder anderen Tipp beachtet. Wer beispielsweise den Wasserhahn beim Händewaschen ausmacht, während er sich die Hände einseift, kann rund 15 bis 20 Liter pro Waschgang sparen, erklärt der BUND Landesverband Baden-Württemberg. Gleiches gilt für die Dusche – wer sich einseift oder einshampooniert, sollte das Wasser lieber abdrehen. 20 bis 25 Prozent Wasser können bei einer durchschnittlichen Dusche so eingespart werden. Grundsätzlich sollte außerdem eher geduscht als gebadet werden.

Natürlich sollten auch beim Rasieren oder Zähneputzen nicht literweise unnötiges Wasser in den Abfluss verschwinden, wenn es nicht benötigt wird. Des weiteren gilt es für einen bewussten Umgang mit Wasser, die Waschmaschine vollständig zu füllen, bevor man den Waschgang startet und ein umweltschonendes Sparprogramm zu verwenden.

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Ein tropfender Wasserhahn kann ebenfalls zu erhöhten Wasserkosten beitragen. Daher sollte er schnellstmöglich repariert werden, empfiehlt das Umweltbundesamt. Andernfalls können aus den einzelnen Tropfen binnen eines Jahres über 1000 Liter werden. Ein weiterer Faktor mit erhöhtem Wasserverbrauch im Badezimmer ist die Klospülung. Für jeden Spülgang werden rund 10 Liter Wasser benötigt. Daher gilt: Nur spülen, wenn es wirklich nötig ist und die Spülung stoppen, wenn alles weggespült ist.

Wasser sparen in der Küche

Auch in der Küche kann ein angepasstes Verhalten helfen, Wasser zu sparen. Wer beispielsweise Gemüse oder Obst waschen möchte, sollte dies zunächst in einer Schüssel mit Wasser legen, statt es unter fließendem Wasser abzuspülen. So lässt sich nicht nur viel besser der Schmutz an Salat, Beeren und Co. entfernen, es spart auch eine Menge Wasser ein. Das Spülwasser kann in den meisten Fällen zudem sogar noch als Gießwasser weiterverwendet werden.

Viele mag es vielleicht verwundern, doch eine Geschirrspülmaschine ist sparsamer als das Handspülen – zumindest, was den Wasserverbrauch angeht. Dem BUND zufolge werden beim Handspülen rund 50 Liter Wasser für zwölf Gedecke benötigt. Ein Geschirrspüler verbraucht für die gleiche Menge lediglich 19 Liter Wasser. Um das Spülen der Maschine zu optimieren, sollten beispielsweise Speisereste vor dem Spülgang von Hand entfernt und das Sparprogramm verwendet werden, empfiehlt der BUND.

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Mit Wasser im Garten sparsam umgehen

Besonders Gemüse- und Blumenbeete werden von Hitzewellen nicht selten in Mitleidenschaft gezogen. Kommt es zu Wasserknappheit, ist das Bewässern mit Trinkwasser in einigen Fällen sogar verboten. Um dem zu entgehen, sollten Gartenbesitzerinnen und -besitzer frühzeitig mit dem Sammeln von Regenwasser beginnen – zum Beispiel in einer Regentonne. Dies kann dann zum Gießen der Beete und Blumentöpfe verwendet werden.

Wassermangel in Deutschland: An diesen Orten ist es jetzt schon zu trocken

Im März 2022 fiel wieder kaum ein Tropfen Regen. Hydrologe Axel Bronstert erzählt, wo Wassermangel in Deutschland grundsätzlich ein Problem darstellt.

Das tägliche Sprengen der Rasenflächen sollte in Dürrephasen vermieden werden. Auch nach längerer Trockenheit kann sich das trockene, gelbe Gras nämlich schnell erholen, wenn wieder Regen fällt, betont der Wasserverband Lingen. Wer bereits vorsorglich auf trockenliebende Pflanzen zurückgreifen möchte, sollte auf mediterrane Gewächse wie Lavendel, Rosmarin oder Salbei setzen. Diese brauchen nämlich grundsätzlich weniger Wasser.

Wassersparend einkaufen

Auch die Wahl der Lebensmittel kann den eigenen Wasserverbrauch reduzieren. Einige Produkte benötigen nämlich bei der Produktion und beim Anbau weitaus mehr Wasser als andere. Besonders tierische Lebensmittel haben einen hohen Wasserfußabdruck, so das Umweltbundesamt. Für ein Kilogramm Rindfleisch beispielsweise müssen mehr als 15.000 Liter Wasser aufgebracht werden, für ein Kilo Butter rund 5500 Liter Wasser und für eine Tasse Kaffee 132 Liter Wasser. Regionales und saisonales Einkaufen ist daher von großer Bedeutung, um Wasser zu sparen.

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Doch nicht nur Lebensmittel, auch andere Konsumgüter können sich negativ auf den eigenen Wasserfußabdruck auswirken. Laut dem BUND verbraucht eine Person rund 127 Liter Trinkwasser täglich – doch nur rund 4,5 Prozent davon werden tatsächlich zum Trinken oder Kochen verwendet. Auch der Kauf von Textilien oder Smartphones bringt einen enormen Wasserverbrauch mit sich. Wer seinen eigenen Wasserfußabdruck überprüfen könnte, kann diesen bei der Wasserampel des Weltfriedensdienstes e.V. testen.

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