Tipps zum Sammeln und Ernten

Pilzesammeln in Dresden und Umgebung: Alles was Sie wissen müssen

Pilzsammler aufgepasst! Diese Regeln gibt es bei der Ernte zu beachten.

Pilzsammler aufgepasst: Bei jeder Ernte gilt es feste Regeln zu beachten.

Die Pilze beginnen zu sprießen, denn es ist wieder Herbst. Eifrige Pilzsammler streifen jetzt wieder durch die Hellerberge und die Dresdner Heide - und stellen ihre Kenntnis der Natur auf die Probe. Beim Pilzesammeln erfolgreich zu sein, ist aber gar nicht so einfach. Während Laien sich oft schwer tun, wissen erfahrene Sammler ganz genau, was es zu beachten gilt.

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Wo kann man in und um Dresden Pilze sammeln? Welche Pilze sind genießbar und wie ernte ich sie richtig? Hier sind die Antworten auf Ihre wichtigsten Fragen:

Wie bin ich auf das Pilzesammeln richtig vorbereitet?

Ein wenig Zeit sollten Sie sich nehmen, bevor Sie sich auf die Pilze stürzen. Gute Grundkenntnisse im Pilzesammeln im Fall der Fälle unangenehmen Überraschungen vorbeugen. Grundsätzlich gilt: Bestehen Zweifel, ob ein Pilz essbar oder giftig ist, lassen Sie lieber die Finger davon.

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Warme Kleidung und festes Schuhwerk – die richtige Ausstattung ist ein weiterer wichtiger Hinweis, den Sie in den Wäldern im Dresdner Umland gebrauchen können. Zum Abschneiden und Transport der Pilze haben sich Taschenmesser und ein offener Korb bewährt.

Bevor es losgeht können Sie auch gerne in der Buchhandlung ihres Vertrauens vorbeischauen. Ein Handbuch mit Informationen zu heimischen Pilzarten gehört zur Standardausrüstung beim Pilzesammeln. Mittlerweile bieten sich auch entsprechende Apps für Ihr Smartphone an. Geben Sie aber gut Acht: Wer unerfahren ist, sollte sich nicht auf eine App allein verlassen.

Wann ist die beste Zeit, um Pilze zu finden?

Pilze mögen es feucht und warm. Eine Kombination aus Feuchtigkeit und Wärme begünstigt also ein üppiges Pilzwachstum. Anhaltende Regenfälle gefolgt von einigen Tagen mit warmen Temperaturen sorgen für schwüles Herbstwetter. Das ist die Zeit, in der Pilzsammler aktiv werden sollten – und zwar schnell.

Bei optimalen Bedingungen brauchen manche Pilzarten nur wenige Stunden oder Tage, um den Fruchtkörper zu bilden. Da sie auch genauso schnell wieder verschwinden, sollte die Ernte nicht aufgeschoben werden.

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Wo dürfen – und wo dürfen keine Pilze gesammelt werden?

Auch das ist in den einzelnen Waldgesetzen der Länder geregelt. Entsprechend unüberschaubar ist die Gesetzeslage für Gelegenheitssammler. Generell gilt: In Naturschutzgebieten und Nationalparks ist das Sammeln von Pilzen tabu. Zudem dürfen auf eingezäunten Waldstücken, Verjüngungsflächen und Abholzungsgebieten meist keine Pilze gesammelt werden. Erkundigen Sie sich daher gut – insbesondere, wenn Sie zum Pilzesammeln in die Sächsische Schweiz fahren möchten.

Seien Sie auch nicht zu gierig: Wer ohne Sondergenehmigung mehr als ein Kilogramm Pilze pro Tag sammelt, riskiert ein Bußgeld von mehreren Tausend Euro. Auch der gewinnbringende Verkauf des Eigenbedarfs ist strafbar.

Wo sich das Pilzesammeln in Dresden und Umgebung lohnt

Bleibt die Frage, wo man die Pilze findet. Die DNN hat sich umgehört, wo sich das Sammeln in Dresden und Umgebung lohnt. Im Dresdner Stadtgebiet können Sie im auf dem Hellerberge, in der Dresdner Heide und sogar auf den Elbwiesen und im großen Garten Pilze finden. Etwas außerhalb der Stadt bieten sich der Tharandter Wald, der Rossauer Wald, der Zellwald, oder vereinzelte Gebiete der Sächsischen Schweiz an. Alle Gebiete haben wir in einer Karte für Sie zusammengetragen.

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Wie wird ein Pilz richtig geerntet?

Haben Sie einen Pilz gefunden und als essbarbestimmt, müssen Sie ihn genau in Augenschein nehmen. Ist der Pilz frisch? Denn auch verdorbene Speisepilze können Giftstoffe entwickeln. Pilze mit Bissspuren von Tieren sollten Sie ebenfalls stehen lassen. Auch Pilze, die am Straßenrand wachsen, sollten Sie nicht essen, da sie schadstoffbelastet sein können.

Ist an dem Pilz nichts auszusetzen, können Sie mit der Ernte beginnen. Mit einem Messer schneiden Sie den Pilz ganz unten am Stiel ab. Sie können den Pilz auch vorsichtig im Ganzen aus dem Boden herausgedrehen. Reißen Sie den Pilz aber niemals heraus – sonst wachsen an dieser Stelle im nächsten Jahr keine Pilze mehr.

Transportieren Sie die Ernte in ihrem offenen Korb bereiten Sie ihre Pilze möglichst rasch zu. Länger als zwei Tage sollten Sie ihre Pilze nicht lagern.

Welche Pilze sind essbar, welche sind giftig?

In Deutschland gibt es 15 potenziell tödliche Pilzarten. Weitere 150 Arten sind mehr oder minder giftig. Haben Sie Zweifel an einem Pilz, essen Sie ihn lieber nicht.

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Viele Pilze sehen sich zudem sehr ähnlich. Giftige Knollenblätterpilze etwa sind von Champignons kaum zu unterscheiden. Schon der Verzehr von wenigen Gramm des Grünen Knollenblätterpilzes kann tödlich sein. Erkundigen Sie sich daher lieber bei erfahreneren Pilzsammlern, oder schauen in ihr Handbuch.

Vor allem Anfänger sollten ihre gesammelten Pilze von einem Pilzsachverständigen überprüfen lassen, bevor sie sie essen.. Diese von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM) geprüften Experten geben verlässliche Auskunft über Giftigkeit oder Essbarkeit der ihnen vorgelegten Pilze. Auf der Webseite der DGfM kann man auch für Dresden nach Sachverständigen suchen.

Was sind Anzeichen einer Pilzvergiftung?

Typische Symptome einer Pilzvergiftung sind Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen und Durchfall. Auch Schwindel und Herz-Kreislauf-Beschwerden können auftreten. Abhängig von der Art des Giftstoffes können die Symptome wenige Minuten, mehrere Stunden oder sogar erst Tage nach dem Verzehr auftreten.

Pilzvergiftung: Was tun?

Treten nach dem Verzehr Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen, oder Durchfall auf, kann eine Pilzvergiftung vorliegen. Weitere Symptome sind Schwindel und Herz-Kreislauf-Beschwerden. Selbst mehrere Tage, nachdem Sie einen fragwürdigen Pilz gegessen haben, können Symptome einer Pilzvergiftung auftreten.

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Bei leisesten Anzeichen gilt es, sofort einen Arzt oder ein Krankenhaus aufzusuchen. Unbedingt die restlichen Pilze oder das Erbrochene mitbringen, damit Ärzte und Pilzsachverständige sehen können, was man gegessen hat. Übrigens: Auch der übermäßige Verzehr von essbaren Pilzen oder die Kombination mit Alkohol können zu Unverträglichkeiten führen.

Auf der Webseite des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) sind alle Giftnotrufzentralen in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgelistet.

Von RND

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