Als Folge des Krieges

Projekt zur Tierbeobachtung erhält keine Daten mehr von Raumstation ISS

Die Kosmonauten Oleg Germanowitsch Artemjew und Sergei Walerjewitsch Prokopjew bringen vor einigen Jahren eine Antenne an der Außenhülle der ISS an, die entscheidend für das sogenannte Icarus-Projekt ist.

Konstanz. Der Krieg in der Ukraine hat auch Folgen für die Wissenschaft: Das deutsch-russische Forschungsprojekt „Icarus“ zur Tierbeobachtung aus dem All erhält keine Daten von der Raumstation ISS mehr. Sie gehe auch nicht davon aus, dass sie künftig noch mal Daten erhalten werden, sagte Uschi Müller, Projektkoordinatorin am Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Konstanz.

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Die Datenübertragung von der ISS zu den Konstanzer Forscherinnen und Forschern wurde demnach bereits Anfang März gekappt. Am 3. März hatte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Verweis auf den Krieg in der Ukraine laufende Kooperationen mit Russland für beendet erklärt. Die russische Seite kündigte die Zusammenarbeit mit dem DLR daraufhin ebenfalls auf.

Forscherteam sucht nach Lösung

Das Projekt „Icarus“ stehe deshalb aber nicht vor dem kompletten Aus, sagte Müller. Es würden derzeit bereits Konzepte entwickelt, wie etwa ein deutscher Kleinsatellit die Daten der Tiere empfangen könnte. Bis eine neue Lösung gefunden ist, wollen die Forscherinnen und Forscher einen Teil der Daten händisch auslesen - etwa, wenn Vögel zu ihrem Nest zurückkehren.

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Für „Icarus“ (International Cooperation for Animal Research Using Space) wurden tausende Tiere mit kleinsten Sendern versehen, die ihre Daten bei deren Überflug an die ISS schicken. Damit untersuchen die Forschenden etwa das Zugverhalten von Vögeln. Zu den untersuchten Arten zählten demnach Kuckucke und Küstenseeschwalben.

RND/dpa

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