Ende der HIV-Epidemie wäre möglich – aber Krisen erschweren den Kampf

Im vergangenen Jahr weltweit 1,7 Millionen Menschen neu mit HIV angesteckt.

Im vergangenen Jahr weltweit 1,7 Millionen Menschen neu mit HIV angesteckt.

Mexiko. Humanitäre Krisen und Diskriminierung gefährden nach Ansicht von Wissenschaftlern die Fortschritte im Kampf gegen Aids und HIV. Die starke Migration aus Mittelamerika und Venezuela oder die Flucht vor der Gewalt in Syrien erschwerten die gesundheitliche Versorgung von Millionen Menschen, sagte der Präsident der Internationalen Aids-Gesellschaft (IAS), Anton Pozniak, zu Eröffnung einer internationalen Konferenz der Organisation am Sonntag (Ortszeit) in Mexiko-Stadt. Er kritisierte, dass ultrakonservative Regierungen zur Diskriminierung beitrügen. "Diese schlagen aus Rassismus, Homophobie und Ignoranz politisches Kapital."

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„Wir leben jetzt in einem Jahrhundert, wo alle Werkzeuge zum Beendigen der HIV-Epidemie vorhanden sind“, gab der Bonner Professor und Präsident der Europäischen Aids-Gesellschaft, Jürgen Rockstroh, zu bedenken. An der Konferenz in Mexiko nehmen rund 5000 Experten aus 140 Ländern teil.

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Wissenschaftler entfernen erstmals HIV aus Genom lebender Tiere

Nur 60 Prozent der HIV-infizierten erhalten lebensnotwendige Medikamente

Das HI-Virus befällt und zerstört bestimmte Zellen der Immunabwehr und macht Infizierte anfällig für Krankheiten. Unbehandelt ist die Folge Aids (Acquired Immunodeficiency Syndrome/Erworbenes Immunschwächesyndrom). Nach jüngsten Zahlen des UN-Programms der Vereinten Nationen für HIV/Aids (UNAIDS) haben sich im vergangenen Jahr weltweit 1,7 Millionen Menschen neu angesteckt.

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Das sei ein Rückgang um 16 Prozent seit 2010. 2018 lebten nach der Schätzung eine Million mehr Menschen mit HIV als im Jahr davor, insgesamt 37,9 Millionen. Nur gut 60 Prozent wurden aber mit den lebenswichtigen Medikamenten versorgt.

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Von RND/dpa

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