Einkaufszettel und krummes Gemüse

Diese zehn Regeln helfen dabei, weniger Lebensmittel zu verschwenden

Rund 75 Kilogramm an Lebensmittel haut jeder Deutsche pro Jahr in die Tonne.

Rund 75 Kilogramm an Lebensmittel haut jeder Deutsche pro Jahr in die Tonne.

Die Gurke ist schon ganz wabbelig, der Joghurtdeckel wölbt sich nach oben und die Konservendose ganz hinten links ist schon seit drei Jahren abgelaufen. Immer wieder landen Lebensmittel im Abfalleimer, weil Menschen ihre Einkäufe falsch geplant haben. Laut einer Studie, die das Bundesernährungsministerium (BMEL) in Auftrag gegeben hat, verursachen private Haushalte knapp mehr als die Hälfte der Lebensmittelabfälle. Das heißt: Jeder von uns schmeißt im Jahr rund 75 Kilogramm Lebensmittel in den Müll.

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Das muss nicht sein, meint nicht nur der gesunde Menschenverstand, sondern auch das BMEL. Vom 22. bis 29. September ruft das Ministerium deshalb unter www.zugutfuerdietonne.de zur Aktionswoche “Deutschland rettet Lebensmittel” auf. Zur Kampagne gehören auch die zehn goldenen Regeln gegen Lebensmittelverschwendung.

1. Einkaufszettel schreiben

Wer nur kauft, was er oder sie braucht, schmeißt auch nichts weg. Klingt einfach, ist aber gar nicht so leicht umsetzbar, wenn der knurrende Magen im Supermarkt die Sinne derart vernebelt, dass wir uns partout nicht daran erinnern können, was noch zu Hause im Kühlschrank liegt. Wer vor dem Einkaufen alles, was benötigt wird, auf einen Zettel schreibt, neigt viel weniger zu Spontankäufen. Dafür ist nicht einmal Papier nötig. Es gibt zahlreiche Einkaufslisten-Apps.

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2. Sich Zeit lassen

Wer durch den Supermarkt rast, packt eher im Vorbeigehen Produkte in den Korb, die er eigentlich besser im Regal hätte liegen lassen. Deshalb: Genügend Zeit für dein Einkauf einplanen. So hat man auch genügend Muße, Preise und Qualität miteinander zu vergleichen – und zu überprüfen, ob der Salatkopf wirklich noch knackig ist.

3. Größer ist nicht gleich besser

Die Familienpackung Schnittkäse ist im Verhältnis viel preiswerter als ein paar Scheiben aus der Frischetheke? Das ist toll – wenn zu Hause wirklich eine Familie auf einen wartet (oder man selbst sehr käsehungrig ist). Riesige Packungen sind oft verführerisch günstig. Das gilt allerdings nicht mehr, wenn die Hälfte des Käses mit einem grünen Flaum bedeckt im Abfalleimer landet. “Je nach Bedarf bietet es sich an, zu kleineren Packungen zu greifen”, rät das BMEL.

4. Ein Herz für krummes Gemüse

Lebensmittel müssen nicht perfekt aussehen oder ewig lange haltbar sein. Worauf es ankommt ist, dass wir bedarfsgerecht kaufen. Wer am nächsten Tag ein Kartoffelgratin kocht, kann zur Sahne greifen, deren Mindesthaltbarkeitsdatum übermorgen abläuft. Krumme Möhren schmecken genauso gut wie gerade. Brot vom Vortag ist immer noch lecker. Oft sind solche Lebensmittel sogar preiswerter.

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5. Den Kühlschrank richtig einräumen

Wie man sie lagert, beeinflusst die Haltbarkeit von Lebensmitteln. Wie man den Kühlschrank richtig einräumt, haben wir hier zusammengefasst.

6. Lagern abseits des Kühlschranks

Kartoffeln und Zwiebeln lagen bei Oma im Keller und hielten sich monatelang. Auch heutzutage gilt, dass diese Lebensmittel im Kühlschrank nichts zu suchen haben, genauso wenig wie Tomaten, Brot und viele Südfrüchte. Manche Nahrungsmittel wie Haferflocken oder Mehl halten sehr lange. Doch wenn die Packung verdächtig raschelt, haben sich wohl Lebensmittelmotten eingenistet. Präventiv hilft es, Nüsse, Getreide und ähnliches in fest verschlossenen Gläsern zu lagern. Die werten die Küche zudem noch dekorativ auf.

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7. Das Mindesthaltbarkeitsdatum

“Es heißt ‘mindestens haltbar bis’, nicht ‘sofort tödlich ab’” – diesen Satz hört man immer wieder, wenn es um das Mindesthaltbarkeitsdatum geht. Tatsächlich verstehen viele Konsumenten das Datum auf der Verpackung falsch. “Es zeigt lediglich an, wie lange ein Produkt mindestens seine typischen Eigenschaften behält, etwa Farbe und Konsistenz”, informiert das BMEL. Lebensmittel können noch lange genießbar sein, nachdem sie abgelaufen sind. Hier können wir uns auf unsere Sinne verlassen. Was gut schmeckt, riecht und aussieht, ist es in der Regel auch. Eine Ausnahme gilt nur für sehr leicht verderbliche Lebensmittel wie rohen Fisch oder rohes Fleisch.

8. Kontrolle ist besser

Auch wer seinen Kühl- und Vorratsschrank perfekt organisiert hat, sollte immer mal wieder kontrollieren, ob noch alles in Ordnung ist. Einerseits bemerkt man Schädlinge wie Lebensmittelmotten oder Schimmel so frühzeitig. Außerdem gelangen so Soßen, die ganz hinten im Regal stehen, nicht in Vergessenheit.

9. Kreativ mit Resten kochen

Reispfanne ist die Antwort auf fast alles. Wer Gemüsereste hat, kocht einfach einen Auflauf. Übrig gebliebene Suppe lässt sich einfrieren. Ein Teller voller Pasta kann am nächsten Tag aufgewärmt werden, wenn er die Nacht über gut verpackt im Kühlschrank stand.

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10. Nicht zu gierig sein

Am All-you-can-eat-Büfett den Teller übervoll laden und dann nur die Hälfte davon essen – macht ja nichts, kostet ja nichts extra. Das mag für den eigenen Geldbeutel stimmen, die Umwelt belastet so eine Attitüde aber sehr wohl. Deshalb: Nur so viel nehmen, wie man auch schafft. Wer wenig Hunger hat und à la carte bestellt, kann nach kleineren Portionen fragen oder sich die Reste einpacken lassen, bestenfalls sogar in die selbst mitgebrachte Dose.

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