WTO: Welthandel hat Vor-Pandemie-Rekord geknackt

Blick auf das Gebäude der Welthandeslorganisation (WTO) in Genf. Nach dem Corona-Einbruch 2020 ist der weltweite Warenhandel nach Angaben der WTO auf neue Höchstmarken geklettert.

Blick auf das Gebäude der Welthandeslorganisation (WTO) in Genf. Nach dem Corona-Einbruch 2020 ist der weltweite Warenhandel nach Angaben der WTO auf neue Höchstmarken geklettert.

Genf. Nach dem Corona-Einbruch 2020 ist der weltweite Warenhandel nach Angaben der Welthandelsorganisation (WTO) auf neue Höchstmarken geklettert.

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Er habe im ersten Halbjahr 2021 das Niveau von vor der Pandemie übertroffen, berichtete die WTO am Montag in Genf. Die WTO passte ihre Welthandelsprognosen für 2021 und 2022 nach oben an. In einzelnen Bereichen könnten etwa der Engpass bei Halbleitern oder Rückstaus in Häfen die Produktion beeinflussen, aber auf den Trend nach oben werde das kaum Einfluss haben.

WTO-Berechnung: Handelsvolumen 2021 wächst um 10,8 Prozent

Die WTO schätzt nun, dass das Handelsvolumen im Gesamtjahr 2021 um 10,8 Prozent wächst. Im März war sie noch von plus 8 Prozent im Jahresvergleich ausgegangen. Für das kommende Jahr geht die WTO von plus 4,7 Prozent aus. Im Corona-Jahr 2020 war der weltweite Warenhandel noch um 5,3 Prozent geschrumpft.

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Der Handel mit Dienstleistungen liegt nach WTO-Angaben aber noch weit unter dem Niveau von vor der Pandemie. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr voraussichtlich um 5,3 (Prognose März: 5,1) Prozent wachsen, im kommenden Jahr um 4,1 (3,8) Prozent.

Wachstum nicht in allen Teilen der Welt gleich - weil Impfstoff fehlt

Das Handelswachstum sei aber sehr ungleich verteilt, so die WTO. Beim Exportwachstum hinkten der Nahe Osten, Südamerika und Afrika hinterher, beim Importwachstum der Nahe Osten, die Nachfolgestaaten der Sowjetunion und Afrika. Risiken seien neben dem Halbleiterengpass und den Staus in Häfen die hohen Transportkosten.

Das größte Risiko bleibe aber die Entwicklung der Coronavirus-Pandemie, so die WTO. Je länger viele Länder noch keinen Impfstoff haben und kaum Menschen impfen können, desto größer sei die Gefahr, dass sich gefährliche Virusvarianten entwickelten, sagte WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala.

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RND/dpa

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