Hersteller reduzieren Produktion

Wird wegen des Kriegs in der Ukraine bald der Senf knapp?

Die Berner Speckwürstl klassisch mit Senf, der könnte bald schon sehr teuer werden.

Die Berner Speckwürstl klassisch mit Senf, der könnte bald schon sehr teuer werden.

Durch den Krieg in der Ukraine könnte es bald zu einem Senfengpass in Deutschland kommen. Das berichtet die „Welt“ am Montag. Fast 80 Prozent der deutschen Senfsaat­importe kommen demnach aus Russland und der Ukraine. Der Krieg in der Ukraine sowie die damit verbundenen Sanktionen gegen Russland hätte daher „unmittelbare Auswirkungen auf die europäischen Agrarmärkte und Lieferströme von Rohstoffen aus den betroffenen Gebieten“.

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Die bereits festgestellte Rohstoff­verknappung für Senfsaaten werde sich in den kommenden Wochen und Monaten noch mal verschärfen. Schwierig werde es besonders in der zweiten Jahreshälfte 2022 und im ersten Halbjahr 2023. Es sei unwahrscheinlich, dass der Senf in der Ukraine rechtzeitig gesät werden könne, und Russland werde als Exporteur wohl ebenfalls ausfallen.

„Massive“ Kostensteigerungen für Hersteller

Alternativen gebe es derzeit kaum: Denn in Deutschland werde kaum Senf angebaut und Kanada als nächstgrößerer Exporteur nach der Ukraine und Russland könne den großen Senfsaatbedarf nicht allein stillen. Einige Händlerinnen und Händler hoffen deswegen auf andere Länder aus Osteuropa, die langfristig einspringen werden. Um bis August immerhin lieferfähig zu bleiben, reduzieren einige nun aber erst mal die Produktion.

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Zunächst gebe es aber „massive Kostensteigerungen“ für die Senfhersteller. Denn nicht nur die Rohware werde teurer, auch die Preise für Logistik und Verpackung sowie Energie steigen. Senfhersteller Händlmaier gibt gegenüber der Welt an, seine Handelspartnerinnen und ‑partner über eine Preissteigerung von „mindestens 50 Prozent“ zu informieren. Weitere Preissteigerungen wären unvermeidbar, denn die geringen Ernteerträge würden die Rohstoffkrise noch die kommenden zwei Jahre befeuern.

RND/kb

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