Über die Hälfte der geprüften Anlagen fehlerhaft

Teils „gefährliche Mängel“: Tüv muss Tausende Aufzüge stilllegen

Ein Experte von TÜV Rheinland bringt ein Prüfzeichen in einem Aufzug an. (Symbolbild)

Ein Experte von TÜV Rheinland bringt ein Prüfzeichen in einem Aufzug an. (Symbolbild)

Berlin. Bei mehr als der Hälfte der rund 650.000 im vergangenen Jahr überprüften Aufzugsanlagen in Deutschland hat der Technische Überwachungsdienst (Tüv) Mängel festgestellt. Bei rund 4450 der gefundenen Probleme handelte es sich um „gefährliche Mangel“, wie der Tüv-Verband am Dienstag mitteilte.

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Rund 2600 dieser Anlagen mussten demnach stillgelegt werden. Die übrigen Defekte konnten laut Verband an Ort und Stelle behoben werden. Die meisten beanstandeten Aufzüge wiesen lediglich „geringfügige Mängel“ auf, hieß es.

Mängel an Aufzügen: Knapp 650 Unfälle im vergangenen Jahr

„Mängel an Aufzügen wie verschleißende Tragseile, defekte Steuerungen oder ausgefallene Notrufsysteme sind eine Gefahr für die Nutzer:innen und müssen so schnell wie möglich behoben werden“, teilte Verbands-Geschäftsführer Joachim Bühler mit. Demnach seien im vergangenen Jahr mindestens knapp 650 Unfälle registriert worden, bei denen Menschen verletzt wurden.

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Der Verband warnte am Dienstag zudem davor, dass auch Aufzugsanlagen Ziel von Cyberattacken werden können. „Ein potenzielles Einfallstor für Cyberangriffe ist die im Internet of Things (IoT) vernetzte Gebäudetechnik, zu der auch Aufzugsanlagen gehören“, teilte Bühler weiter mit. „Vor allem mit dem Internet verbundene Steuerungen und Notrufsysteme von Aufzügen müssen vor digitalen Angriffen möglichst geschützt werden.“ Es fehle an verbindlichen Vorgaben und gesetzlichen Regelungen.

RND/dpa

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