Tausende gefährliche Produkte aus dem Verkehr gezogen

Gefährliches Spielzeug, giftige Kleidung, unfallträchtige Autos: Die Verbraucherbehörden in Europa haben im vergangenen Jahr mehr als 2000 Mal wegen riskanter Produkte Alarm geschlagen.

Gefährliches Spielzeug, giftige Kleidung, unfallträchtige Autos: Die Verbraucherbehörden in Europa haben im vergangenen Jahr mehr als 2000 Mal wegen riskanter Produkte Alarm geschlagen.

Brüssel. Im vergangenen Jahr haben die Verbraucherbehörden in Europa mehr als 2000 Mal wegen riskanter Produkte Alarm geschlagen. Auf der Grundlage folgten europaweit 3800 Rückrufaktionen, Verkauf- oder Importstopps – deutlich mehr als in früheren Jahren, wie die EU-Kommission am Donnerstag berichtete.

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Spielsachen waren mit 26 Prozent die größte Gruppe der verdächtigen Produkte, auch weil für sie besonders strenge Maßstäbe gelten. Zweitwichtigste Produktgruppe waren motorisierte Fahrzeuge, auf Platz drei folgten Textilien und Modeprodukte. Das berichtete die EU-Kommission am Donnerstag.

Die europäischen Behörden alarmieren sich seit 2004 gegenseitig über ein Schnellinformationssystem, wenn irgendwo in der EU und drei weiteren beteiligten Ländern ein gefährliches Produkt entdeckt wird. Dann können alle reagieren.

EU-Kommissarin Vera Jourova äußerte sich zufrieden. Die Zahl der Meldungen bleibt seit Jahren mehr oder weniger konstant (etwa 2000), während die Folgemaßnahmen um 40 Prozent zunahmen (auf 3824). „Das zeigt, dass die Behörden im Netzwerk die nötigen Schritte unternehmen, um die europäischen Verbraucher zu schützen“, sagte die EU-Kommissarin.

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Jourova lobt Zusammenarbeit mit China

Weil immer mehr im Internet bestellt wird, überwachen die Behörden auch Online-Plattformen immer genauer. „Deshalb bin ich erfreut, dass wir mit Amazon, Ebay und Alibaba übereinkommen konnten, gemeinsam Produkte aus dem Verkauf zu nehmen, die über das Schnellinformationssystem gemeldet wurden“, sagte EU-Kommissarin Vera Jourova. Sie sei auch zufrieden mit der Zusammenarbeit mit China.

Von dort kam mehr als die Hälfte (53 Prozent) der 2016 angezeigten Produkte. Doch fiel der Anteil binnen eines Jahres um neun Prozentpunkte. Deutschland war im vergangenen Jahr mit 319 Meldungen der aktivste Nutzer des Schnellinformationssystems und reagierte seinerseits 1400 mal auf Alarme im System.

Verbraucherschützer sehen die Bilanz der EU dagegen weniger positiv – aber nicht weil das 2004 gestartete Alarmsystem nicht funktionierte, sondern weil so viele unsichere Produkte überhaupt zum Verkauf stehen. „Die diesjährigen Zahlen bestätigen, dass Hersteller und Händler nach wie vor Verbrauchern nicht nur sichere Produkte anbieten“, monierte Monique Goyens, Generaldirektorin des europäischen Verbraucherverbands Beuc. Die EU und die Mitgliedstaaten bräuchten mehr Kompetenzen, die Märkte genauer zu überwachen.

Von dpa/RND

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