Inflation trifft auch Senioren

Sozialverband begrüßt Heils Rentenpaket – fordert aber mehr

„Pflege macht arm“: Davor warnen jetzt Sozialverbände. Gerade Heimbewohner sind häufig auf staatliche Unterstützung angewiesen.

„Pflege macht arm“: Davor warnen jetzt Sozialverbände. Gerade Heimbewohner sind häufig auf staatliche Unterstützung angewiesen.

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat das angekündigte Rentenpaket von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) begrüßt. „Es ist ein gutes und richtiges Signal, dass das Rentenniveau auch nach dem Jahr 2025 nicht unter 48 Prozent absinken soll“, sagte SoVD-Präsident Adolf Bauer am Dienstag.

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Heil hatte zuvor angekündigt, bis zum Jahresende langfristige Weichen für die Zukunft der Rente in Deutschland stellen zu wollen. Demnach solle das Rentenniveau „stabil bei 48 Prozent“ bleiben und für die Rentenkasse neues Kapital angespart werden.

Bundeskabinett beschließt deutliche Rentenerhöhung noch in diesem Jahr

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch die kräftigste Rentenerhöhung seit Jahrzehnten auf den Weg gebracht.

Dem SoVD geht das nicht weit genug. „Als SoVD fordern wir jedoch eine sofortige Anhebung des Mindestrentenniveaus auf 50 Prozent und danach eine schrittweise Anhebung auf das lebensstandardsichernde Niveau von 53 Prozent“, so Bauer.

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SoVD sieht Kapitaldeckung kritisch

Der Verband wies darauf hin, dass auch Rentnerinnen und Rentner unter den aktuellen Preissteigerungen leiden und stärker entlastet werden müssen. Den Einstieg in die teilweise Kapitaldeckung der gesetzlichen Rentenversicherung bewertete SoVD-Präsident Bauer äußerst kritisch. „Aus Sicht des SoVD ist die gesetzliche Rentenversicherung mit ihrem umlagefinanzierten System die zentrale Säule im Alterssicherungssystem in Deutschland, die sich durch Verlässlichkeit, Stabilität und Sicherheit auszeichnet.“

Es müsse daher sichergestellt werden, dass die Einführung der teilweisen Kapitaldeckung nicht zu einer Schwächung der gesetzlichen Rentenversicherung führe, forderte Bauer. Der Kapitalfonds dürfe daher – anders als im schwedischen Modell – nicht mit Mitteln gespeist werden, die zur Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung im Umlageverfahren nötig seien.

RND/lau/sf

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