Sollte die Bahn keinen Alkohol mehr verkaufen?

„Wir müssen den Alkoholausschank auf den Prüfstand stellen, aus Fürsorgepflicht für unsere Mitarbeiter“, sagt GdL-Chef Claus Weselsky.

„Wir müssen den Alkoholausschank auf den Prüfstand stellen, aus Fürsorgepflicht für unsere Mitarbeiter“, sagt GdL-Chef Claus Weselsky.

Berlin. Weselsky beklagt einen mangelnden Respekt vor den Mitarbeitern der deutschen Bahn. Lokführer, Zugbegleiter und Restaurantangestellte würden regelmäßig beleidigt, bedroht oder angegriffen, sagte der GdL-Chef der "Heilbronner Stimme". Er fordert deshalb einen besseren Schutz der Mitarbeiter – und stellt ein Alkoholverbot in Bordrestaurants zur Diskussion.

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Weselsky: „Alkoholausschank auf den Prüfstand stellen“

„Alle wissen, dass Alkohol enthemmt. Wir müssen den Alkoholausschank auf den Prüfstand stellen aus Fürsorgepflicht für unsere Mitarbeiter“, sagte Weselsky. „Für die Bordgastronomen wäre es unzumutbar, von Fall zu Fall zu entscheiden, wem sie Alkohol verkaufen und wem nicht.“ Das provoziere Eskalationen, sagte Weselsky. „Jede einzelne Klage von Mitarbeitern, jede einzelne Belästigung ist eine zu viel.“

Die Überlegung ist Teil einer generellen Forderung nach neuen Sicherheitskonzepten für das Bahnpersonal. Aufgrund zunehmender Gewalt gegen Zugbegleitpersonal bestehe dringender Handlungsbedarf, sagte Weselsky. Neben dem Alkoholverbot sei auch eine Überwachung der Bordrestaurants mit Videotechnik denkbar. Außerdem müssten nach 22.00 Uhr und nach Großveranstaltungen zwei Zugbegleiter eingesetzt werden, um die Sicherheit zu erhöhen.

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Die Deutsche Bahn verkauft Wein, Sekt und auch Bier in ihren Restaurants und Bordbistros im Fernverkehr.

Von dpa/RND/wer

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