Konzern kritisierte den Ukraine-Krieg

Chef von russischem Energieriesen Lukoil stirbt nach Sturz aus einem Fenster

Russlands Präsident Wladimir Putin (links) steht bei der Verleihung einer Ehrenmedaille im Jahr 2019 neben Lukoil-Topmanager Rawil Maganow (Archivbild).

Russlands Präsident Wladimir Putin (links) steht bei der Verleihung einer Ehrenmedaille im Jahr 2019 neben Lukoil-Topmanager Rawil Maganow (Archivbild).

Der Vorstandschef des russischen Ölkonzerns Lukoil, Rawil Maganow, ist beim Sturz aus dem Fenster eines Moskauer Krankenhauses ums Leben gekommen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Interfax am Donnerstag.

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„Heute Morgen ist Maganow aus dem Fenster des Central Clinical Hospital gefallen. Er ist an seinen Verletzungen gestorben“, bestätigte eine anonyme Quelle der russischen Nachrichtenagentur Interfax den Tod des Managers.

Russland startet großes Militärmanöver mit China, Indien und Belarus

Mehr als 50.000 Soldaten und 140 Flugzeuge: Während des Krieges gegen die Ukraine startet Russland eine großangelegte Militärübung im Osten.

Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, als wahrscheinlichste Ursache gilt laut Medienberichten ein Suizid. Bei Maganow sei im Krankenhaus neben Herzproblemen eine Depression diagnostiziert worden, heißt es.

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Nicht der erste mysteriöse Todesfall unter Russlands Topmanagern

Der Energiekonzern, der im Gegensatz zu anderen Energieunternehmen Russlands nicht staatlich ist, hat bereits seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine Kritik an dem Angriff Russlands geäußert. Vor seinem Rücktritt im April hatte Wagit Alekperow, damaliger Chef von Lukoil, sogar ein Ende des Krieges gefordert.

+++ Alle aktuellen News zum Krieg in der Ukraine im Liveblog +++

Maganows Ableben ist nicht der erste Todesfall unter Russlands Topmanagern seit Ausbruch des Kriegs: Vor ihm kam Medienberichten zufolge beispielsweise im Mai der Lukoil-Manager Alexander Subbotin angeblich bei einer okkulten Behandlung gegen Alkoholsucht ums Leben.

Daneben sind seit Jahresbeginn auch mehrere Manager russischer Energiekonzerne tot aufgefunden worden. Auch sie sollen sich das Leben genommen haben. In einem Videointerview, das Ende April auf Youtube veröffentlicht wurde, bezweifelte der langjährige Vizechef der Gazprombank, Igor Wolobujew, dass es sich um Suizid handelte. Kurz zuvor war Wolobujew in die Ukraine geflohen und gab an, dort gegen die russischen Truppen kämpfen zu wollen.

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RND/dpa/sic

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