Kolumne „Der Haushälter“

Pannenhilfe: Für wen sich Verkehrsclubs lohnen – und für wen nicht

Ein Pannenhelfer des ADAC hält vor seinem Fahrzeug eine Autobatterie.

Dass wir das noch erleben dürfen: Ab diesem Mittwoch hilft die wichtigste Lobbyorganisation des Automobils, der ADAC, auch Fahrradfahrenden, die eine Panne haben. Das ist nicht nur eine gute Nachricht für ADAC-Mitglieder, die Rad fahren. Es ist auch ein gutes Zeichen, dass die großen Gräben der Verkehrspolitik langsam zugeschüttet werden.

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Ein Argument, jetzt Mitglied zu werden, ist das aber nicht. Im Schatten des großen Autoclubs gibt es einige kleinere Konkurrenten wie den ACV, den ACE oder die Bruderhilfe BAVC, die schon länger Auto wie Rad abdecken – und auch etwas preiswerter sind.

Im Prinzip kann man sich Hilfe ja selbst organisieren: Auto abschleppen über normale Distanzen sollte um die 200 Euro kosten. Das ist nicht viel verglichen mit 50 bis 140 Euro für eine Jahresmitgliedschaft. Starthilfe kriegt man für etwa 20 Euro vom Taxidienst. Und Neuwagen haben eine Mobilitätsgarantie.

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Doch wer nachts im Regen irgendwo mit einer Panne liegenbleibt, wünscht sich einen Ansprechpartner, der sich um alles kümmert. Diesen Service bieten die Clubs, man bekommt ihn aber auch mit einem Schutzbrief der Autoversicherer – die übrigens die orangen Notrufsäulen betreiben.

Fast 28 Millionen Deutsche besitzen einen solchen Schutzbrief, ein Drittel mehr, als der ADAC Mitglieder hat. Vorteil: Den gibt es für ein paar Euro mehr zur Versicherung dazu. Manchmal ist er inklusive (vielleicht schauen Sie mal in Ihre Unterlagen). Auch für Fahrräder gibt es brauchbare Schutzbriefe, die mit einer Fahrradversicherung abgeschlossen werden können.

Schutzbriefe haben auch Nachteile: Sie gelten nur für ein Gefährt, die Leistungen gegenüber Clubs sind eingeschränkt. Vor allem gibt es sie nicht für ältere Fahrzeuge. Kein Wunder also, dass der ADAC zum Beispiel sehr viel häufiger ausrückt als die Autoversicherer. Alte Autos bleiben eher liegen.

Mein Tipp: Wer viel fährt mit älteren Fahrzeugen und weite Strecken mit dem Rad, sollte sich die Clubs genauer ansehen. Einen Blick wert ist dabei die langjährige Finanztip-Empfehlung Bruderhilfe BAVC.

Matthias Urbach ist Vizechefredakteur des Geldratgebers „Finanztip“, der zur gleichnamigen Stiftung gehört. Er erklärt an dieser Stelle immer dienstags, wie man Gelddinge selbst regelt. Weitere Tipps gibt Urbach im wöchentlichen Verbraucher-Newsletter.

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