In Lubmin soll private Station in Betrieb gehen

Netzagenturchef rechnet mit bis zu drei LNG-Terminals schon in diesem Winter

Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, während seiner Besichtigung des Astora Gasspeichers in Rehden. (Archivbild)

Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, während seiner Besichtigung des Astora Gasspeichers in Rehden. (Archivbild)

Ettersburg/Bonn. Der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, erwartet in diesem Winter den Einsatz von bis zu drei schwimmenden Terminals für den Import von verflüssigtem Gas (LNG) in Deutschland.

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Neben zwei staatlichen LNG-Terminals, bei deren Vorbereitungen es derzeit keine Verzögerungen gebe, sei auch die Inbetriebnahme eines privat betriebenen Terminals in Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern in Aussicht gestellt, sagte Müller am Dienstag nach Gesprächen mit der Thüringer Landesregierung. Bei einer Klausur auf Schloss Ettersburg bei Weimar ging es um die Versorgungssicherheit im Winter.

Gazprom nimmt Gas-Lieferung über Nord Stream 1 nicht wieder auf

Eigentlich sollte der Betrieb am Samstag wieder aufgenommen werden. Doch nun kommt alles anders.

Drei LNG-Terminals an Nord- und Ostsee in diesem Winter – möglicherweise bereits zum Jahreswechsel zu 2023 – sowie insgesamt sechs bis sieben Terminals im kommenden Jahr würden Deutschland signifikante Importmöglichkeiten ermöglichen, sagte Müller. Die Terminals für verflüssigtes Gas seien wichtig bei der Vermeidung einer Gasmangellage. „Aber LNG-Gas ist teuer“, fügte er hinzu.

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Thüringens Energieministerin erwartet Winter der Solidarität

Der Agenturchef und Thüringens Energieministerin Anja Siegesmund (Grüne) appellierten an die Bürger, Energie zu sparen. Im Vergleich zu den Vorjahren sollten 20 Prozent des Verbrauchs auch im privaten Bereich eingespart werden. „Das ist eine Herkulesaufgabe“, so Müller. Es helfe aber, eine Gasmangellage in Industrie und Gewerbe zu verhindern. Siegesmund sprach von einem Winter der Solidarität.

Müller bekräftigte, dass die Einspeicherung von Gas in Deutschland ungeachtet des Gas-Lieferstopps durch die Pipeline Nord Stream 1 weitergehe. Inzwischen liege der Füllstand der Speicher bei 86 Prozent. Das sei möglich, weil Deutschland beim Einkauf hohe Preise zahle und es Einsparungen in der Wirtschaft, aber auch in anderen Bereichen gebe. Ziel sei, den Speicherfüllstand auf 95 Prozent zu bringen.

RND/dpa

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