IW-Chef: Weiter Wirtschaftskrise in der Türkei

Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft.

Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft.

Hamburg. Vielmehr sei zu befürchten, dass Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan unter dem Druck, rasche Erfolge vorzuweisen, Entscheidungen treffe, die kurzfristig etwas bewirkten, langfristig jedoch eher schadeten.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Hüther hält einen möglichen Machtzuwachs für Erdogan für das geringere Problem, wenn es um das Engagement deutscher Unternehmen in der Türkei geht. „Faktoren wie die Inflation, die seit Jahren zwischen 7,5 und 8,5 Prozent liegt, die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit von 10 Prozent, die negative Handelsbilanz und der Rückgang der Investitionen sind viel alarmierender“, sagte er.

Die Enteignungen seit dem Putsch im vergangenen Sommer seienein verheerendes Signal für das Investitionsklima. Kapital werde abgezogen, um es dort zu investieren, wo es sicherer erscheine. Die Verunsicherung „dürfte mit der Auszählung der Stimmen nicht verschwinden“, betonte der Ökonom.

An diesem Sonntag sind die Türken dazu aufgerufen, über die Einführung eines Präsidialsystems abzustimmen, das Erdogan mit deutlich mehr Macht ausstatten würde.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Von RND/dpa

Mehr aus Wirtschaft

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen