Island erhöht Druck auf Arbeitgeber

Islands Parlamentsgebäude: Das Land will von Unternehmen einen Nachweis über gleiche Bezahlung von Mann und Frau für gleiche Arbeit einfordern.

Islands Parlamentsgebäude: Das Land will von Unternehmen einen Nachweis über gleiche Bezahlung von Mann und Frau für gleiche Arbeit einfordern.

London. Geplant sei ein Gesetz, demzufolge alle Arbeitgeber mit mehr als 25 Angestellten einen solchen Nachweis erbringen müssen, teilte die Regierung am Mittwoch, dem Internationalen Frauentag, mit. Es sei der richtige Zeitpunkt, um „etwas Radikales“ in dieser Angelegenheit zu unternehmen, sagte Gleichstellungs- und Sozialminister Thorsteinn Víglundsson.

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Auch in Island verdienen Frauen weniger

Island gehört in Sachen Gleichstellung ohnehin schon zu den fortschrittlichsten Ländern der Welt und liegt auf Platz eins einer entsprechenden Liste des Weltwirtschaftsforums. Doch auch dort verdienen Frauen im Durchschnitt etwa 14 bis 18 Prozent weniger als Männer. Bis 2022 soll diese Lücke nun nach dem Willen der Regierung geschlossen sein. Dabei geht es auch um gleiche Bezahlung unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, sexueller Orientierung oder Nationalität.

Andere Länder und auch der US-Staat Minnesota haben bereits ähnliche Vorgaben eingeführt. Doch Island mit seinen 330.000 Einwohnern wird nach Meinung von Experten das erste Land weltweit sein, das solch einen Nachweis über gleiche Bezahlung sowohl für private als auch staatliche Unternehmen verbindlich vorschreiben wird.

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Das geplante Gesetz dürfte alle parlamentarischen Hürden nehmen, denn es wird auch von Abgeordneten der Opposition unterstützt. Die Regierung hofft, dass es 2020 in Kraft tritt.

Von AP/RND

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