Im Osten ist heizen deutlich billiger

Eine durchschnittliche Mietwohnung hat Heizkosten von 47 Euro monatlich.

Eine durchschnittliche Mietwohnung hat Heizkosten von 47 Euro monatlich.

Berlin. Die Heizkosten sind im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Im Schnitt mussten Mieter 6 Prozent weniger zahlen als im Vorjahr. Das geht aus dem "Wärmemonitor 2016" hervor, den das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) an diesem Mittwoch veröffentlicht hat. Demnach mussten die Mieter wegen des kalten und langen Winters zwar insgesamt mehr heizen (der Energiebedarf stieg um 2 Prozent), gleichzeitig fielen aber die Energiepreise um 8 Prozent. Eine durchschnittliche Mietwohnung hatte so im vergangenen Jahr Heizkosten von nur 47 Euro monatlich.

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Dabei kommen die neuen Bundesländer aus zwei Gründen deutlich besser weg als die alten Länder: Zum einen sind die Energiekosten niedriger – laut DIW zahlen ostdeutsche Mieter im Schnitt 4,5 Prozent weniger für die Kilowattstunde als westdeutsche. Zum anderen sind die Wohnungen oft besser gedämmt: „Nach wie vor profitieren die Haushalte in den neuen Ländern von der Sanierungswelle der 1990er Jahre, in der weite Teile des Gebäudebestands energetisch modernisiert wurden“, heißt es in der Studie. Der Energiebedarf ist im Osten deshalb rund 5 Prozent niedriger als im Westen der Republik.

Deutschlandweit kommt die energetische Sanierung laut dem DIW-Bericht zwar voran. Um die Ziele der Bundesregierung zu erreichen, müsste aber noch wesentlich mehr geschehen. Von 2008 bis 2020 soll der Energiebedarf von Wohngebäuden eigentlich um 20 Prozent sinken – nur 10 Prozent sind bisher erreicht. Eine Reduzierung von weiteren 10 Prozent in vier Jahren „erscheint zunehmend unrealistisch“, schreiben die Autoren.

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Die Zeiten sinkender Heizkosten sind deshalb wahrscheinlich bald vorbei. Denn die Energiepreise werden voraussichtlich wieder anziehen. Die Rohstoffmärkte erwarten eine moderate Steigerung des Ölpreises in den kommenden Jahren.

Von Anne Grüneberg/RND

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