Vorbereitung auf künftige Hitzewellen

Handelsverband fordert mehr Grün- und Wasserflächen in deutschen Innenstädten

In Frankfurt am Main stehen auf dem Großmarkt in der Innenstadt bepflanzte Container, in denen Passanten einen Schattenplatz finden.

In Frankfurt am Main stehen auf dem Großmarkt in der Innenstadt bepflanzte Container, in denen Passanten einen Schattenplatz finden.

Berlin/Hannover. Um die Innenstädte in Deutschland auf künftige Hitzewellen in den Sommermonaten vorzubereiten, hat der Handelsverband Deutschland (HDE) Kommunen und Politik zum Handeln aufgefordert. „Die Innenstädte dürfen nicht die heißesten Zonen innerhalb eines Stadtgebietes sein, sondern Orte, die zum Verweilen auch bei hohen Temperaturen einladen“, sagt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Hier sind die Kommunen gefragt, für mehr Grün und mehr offene Wasserflächen in den Innenstädten zu sorgen. Das geht aber natürlich auch nur, wenn es entsprechende Förderprogramme gibt.“

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Laut Tromp würden die Innenstadtbesucher an heißen Tagen zwar mehr bei Getränken, Eis sowie Sommer- und Badebekleidung zugreifen. Aber: „Erfahrungsgemäß kommen bei größerer Hitze weniger Kundinnen und Kunden in die Innenstädte.“ Ziel müsse daher sein, „die Innenstädte als Gesamtkunstwerk auch fit für eine Welt mit wärmeren Temperaturen zu machen“.

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Dies funktioniere vor allem dann, wenn in den Citybereichen mehr Grünanlagen angelegt und so für natürliche Kühlung sowie Verschattung durch Bäume gesorgt würde, so der stellvertretende HDE-Geschäftsführer. „Das macht den Aufenthalt im Stadtzentrum dann auch bei hohen Temperaturen angenehmer.“

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In südeuropäischen Ländern wie Spanien oder Italien haben viele Geschäfte in der Mittagszeit auch wegen heißer Temperaturen im Sommer einige Stunden geschlossen. Ob solche Siesta-Konzepte zukünftig auch für Deutschlands Innenstädte ein Thema werden könnten, will Tromp nicht kommentieren. „Der Weg muss wie bereits dargestellt über konsequenten Klimaschutz und konkrete Maßnahmen wie mehr Stadtgrün gegangen werden.“

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