Galeria Karstadt Kaufhof: Gläubigerversammlung stimmt Rettungsplan zu

Arndt Geiwitz (l) , Gerallbevollmächtigter von Galeria Karstadt Kaufhof und Frank Kebekus, Sachwalter, sprechen zu Beginn der Gläubigerversammlung von Galeria Karstadt Kaufhof miteinander. Die Gläubiger des Warenhauskonzerns stellen in Essen auf einem Gläubigertreffen die Weichen für die Zukunft des ums Überleben kämpfenden Traditionsunternehmens.

Arndt Geiwitz (l) , Gerallbevollmächtigter von Galeria Karstadt Kaufhof und Frank Kebekus, Sachwalter, sprechen zu Beginn der Gläubigerversammlung von Galeria Karstadt Kaufhof miteinander. Die Gläubiger des Warenhauskonzerns stellen in Essen auf einem Gläubigertreffen die Weichen für die Zukunft des ums Überleben kämpfenden Traditionsunternehmens.

Essen. Deutschlands letzte große Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) bekommt noch eine Chance. Die Gläubigerversammlung des Warenhauskonzerns stimmte am Dienstag dem von der Unternehmensführung unter Aufsicht des Sachwalters Frank Kebekus erarbeiteten Insolvenzplan zur Rettung des Traditionsunternehmens zu. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Unternehmenskreisen.

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In einem nach dem Ja der Gläubiger verschickten Mitarbeiterbrief sagte GKK-Chef Miguel Müllenbach: “Der heutige Tag ist der Startschuss für einen Neuanfang, denn unser Unternehmen hat jetzt wieder eine gesunde Basis und die Aussicht auf eine sichere Zukunft.”

Gläubiger verzichten auf zwei Milliarden Euro

Das Insolvenzfahren soll nach den Plänen der Unternehmensführung noch in diesem Monat abgeschlossen werden. Der Warenhausriese könne sich dann voraussichtlich schon im Oktober wieder ohne insolvenzrechtliche Einschränkungen und schuldenfrei dem Wettbewerb um die Kunden stellen, betonte Müllenbach. “Wir werden dann stärker und besser aufgestellt sein als vor der Corona-Krise, die voraussichtlich schon im Herbst noch einige Unternehmen in Schieflage bringen wird, die sich, anders als wir, hoch verschuldet haben.”

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Für die Gläubiger bedeutet der Schritt allerdings den Verzicht auf einen Großteil des Geldes, das ihnen der Warenhauskonzern noch schuldet. Insgesamt müssen die Lieferanten, Vermieter und sonstigen Gläubiger nach dpa-Informationen auf mehr als zwei Milliarden Euro verzichten.

RND/dpa

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