Brennstoffzelle könnte eine Alternative sein

Elektromobilität zu einseitig: Bosch-Geschäftsführer warnt vor Batterie-Knappheit

Ein Modell einer Lithium-Ion-Batterie für Elektroautos

Ein Modell einer Lithium-Ion-Batterie für Elektroautos

Stuttgart. Bosch-Geschäftsführer Markus Heyn hält eine allzu einseitige Ausrichtung der Autoindustrie auf die Batterie-Elektromobilität für riskant. „Wir sehen ja gerade, welche Folgen der Gasmangel für Deutschland und Europa hat, weil wir zu wenig Alternativen vorbereitet haben“, sagte Heyn den „Stuttgarter Nachrichten“ und der „Stuttgarter Zeitung“ (Montag). „In der Autoindustrie sollten wir uns aus diesem Anlass fragen, was wir tun können, sollte es einmal zu wenig Batteriezellen geben.“ In diesem Fall wünsche sich „sicher jeder eine Alternative zum Batterieantrieb. Diese wird es aber nur geben, wenn wir sie rechtzeitig vorbereitet haben.“

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Brennstoffzelle ist Alternative

Zu diesen Alternativen zählt Heyn den Blättern zufolge die Brennstoffzelle, die aus Wasserstoff und dem Luftsauerstoff Strom erzeugt, der den E-Motor antreibt. Die entstehende Infrastruktur für Langstrecken-Lkw sei sehr gut als „Rückgrat für die Versorgung von Pkw geeignet“, sagte Heyn, der Vorsitzender des Bosch-Unternehmensbereichs Mobility Solutions ist. Auch die Infrastruktur beim Diesel sei zunächst nur für Lkw gebaut und erst später um Zapfsäulen für Pkw erweitert worden.

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MAN entwickelt mit 8,5 Millionen Euro Fördergeld aus Bayern und den Industriepartnern Bosch, ZF und Faurencia einen Brennstoffzellen-Lkw. Bislang hat MAN diese Technologie konträr zum Konkurrenten Daimler links liegen lassen. In Serie plane man weiterhin keinen Brennstoffzellen-Lkw, betont MAN-Chef Alexander Vlaskamp. Aber 2024 sollen erste Fahrzeuge an fünf Testkunden ausgeliefert und ein Jahr lang erprobt werden. „Wir wollen uns die Technologie für bestimmte Anwendungsfelder offenhalten“, sagt Vlaskamp und hat Zeiten nach 2030 im Auge.

RND/dpa/Thomas Magenheim-Hörmann

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