Lufthansa als Negativbeispiel

Flugchaos: Anfragen bei Entschädigungsdienstleister Flightright verzehnfacht

Schlangen, wohin man blickt, auch hier am Flughafen Köln/Bonn. Die Bundesregierung will als Abhilfe für die akuten Personalengpässe an deutschen Flughäfen den kurzfristigen Einsatz ausländischer Beschäftigter möglich machen.

Schlangen, wohin man blickt, auch hier am Flughafen Köln/Bonn. Die Bundesregierung will als Abhilfe für die akuten Personalengpässe an deutschen Flughäfen den kurzfristigen Einsatz ausländischer Beschäftigter möglich machen.

Berlin. Das aktuelle Chaos an deutschen Flughäfen zeigt sich auch an einer rasant steigenden Zahl von Entschädigungsansprüchen von Fluggästen gegenüber den Airlines. Beim Fluggastrechtedienstleister Flightright melden sich „aktuell täglich mehrere Tausend Passagierinnen und Passagiere“, teilt die Berliner Firma auf Anfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) mit. Im Vergleich zu 2021 liege „eine Verzehnfachung der Anfragen vor“. Im Vergleich zum letzten Vor-Corona-Reisejahr 2019 seien es immer noch doppelt so viele Anfragen.

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Flightright vermutet, dass die Zahlen im Laufe der Sommerreisesaison weiter stark ansteigen werden. „Die Airlines und Flughäfen versuchen gerade, so schnell wie möglich aus der Krise herauszukommen und schnell auf Normalbetrieb umzuschalten, was häufig schiefgeht“, sagt Oskar de Felice, Leiter der Rechtsabteilung bei Flightright.

„Es kann aber nicht sein, dass Passagierinnen und Passagiere, die sich nach über zwei Jahren Pandemie auf ihren Urlaub freuen, unter diesen Problemen zu leiden haben. Die Airlines stehen in der Pflicht und hatten viele Monate Zeit, ihre Flotte und das Personal für den Anstieg an Flugreisenden vorzubereiten. Mit etwas mehr Planung hätten die jetzigen Personal- und Annullierungsprobleme verhindert werden können.“

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Wer jetzt in den Urlaub fliegen will, braucht gute Nerven und viel Geduld.

Besonders die Lufthansa falle „bei Flightright immer wieder negativ auf“. Berechtigte Ausgleichszahlungen würden „mit allen möglichen vorgeschobenen Argumenten abgewehrt und an den Hotlines muss man stundenlang auf ein Gespräch warten“, kritisiert de Felice. „So gewinnt man das Vertrauen der Flugreisenden sicher nicht zurück“.

Betroffene Fluggäste sollten sich den Grund für den Flugausfall von der Airline schriftlich bestätigen zu lassen, ebenso die Tickets des stornierten und gegebenenfalls neu gebuchten Flug als Beweis aufzuheben. Auch Emails oder Kurznachrichten von Airlines, die über die Annullierung informieren, sowie Screenshots aus Apps der Fluggesellschaften seien hilfreich, um Ansprüche durchzusetzen. Der Grundsatz lautet: je mehr Nachweise, desto besser.

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