Ex-Manager soll mit Sputnik V handeln

Bericht: Deutsche Justiz verlangt Auslieferung von Ex-Wirecard-Vorstand Marsalek von Russland

Auf den Infodisplays in der Üstra-Station Kröpcke werden Fotos von Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek gezeigt. Links eines von 2017, das Foto rechts entstand 2019.

Der Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek wird seit Juni 2020 von den deutschen Strafverfolgungsbehörden gesucht.

München/Moskau. Die deutsche Justiz hat offenbar ein Rechtshilfeersuchen an die russische Regierung gerichtet, um die Auslieferung des ehemaligen Wirecard-Vorstands Jan Marsalek von Russland zu erreichen. Das berichtet die „Bild“ unter Berufung auf Regierungskreise.

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Demnach habe die Staatsanwaltschaft München noch vor Ostern ein sogenanntes Inhaftnahmeersuchen an die russischen Behörden übermittelt.

Die deutschen Fahnder vermuten den seit zwei Jahren wegen mutmaßlichen Betrugs untergetauchten Marsalek in einem vom russischen Geheimdienst FSB bereitgestellten Versteck in der Nähe von Moskau. Marsalek soll in München vor Gericht gestellt werden.

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Marsalek soll mit Sputnik V handeln und Kontakt zu Söldnern haben

In der vergangenen Woche gab es bereits Informationen dazu, dass Marsalek in Russland neuen Geschäften nachgehen soll. Einem Medienbericht zufolge handele er in Moskau mit dem russischen Covid-Impfstoff Sputnik V und soll Kontakt zu paramilitärischen Söldnern haben.

Nach seiner Flucht vor knapp zwei Jahren soll Marsalek unter Obhut des russischen Geheimdienstes FSB in Moskau untergekommen sein. Laut „Bild“ haben das Bundeskanzleramt, damals noch von Angela Merkel geführt, und der Bundesnachrichtendienst (BND) Anfang 2021 davon erfahren. Russlands Geheimdienst habe sogar angeboten, ein Gespräch mit dem gesuchten Mann zu führen. Der BND soll dieses Angebot jedoch unbeantwortet gelassen haben.

Der frühere Manager des mittlerweile insolventen Bezahldienstleisters Wirecard ist seit Juni 2020 untergetaucht. Die Ermittler werfen Marsalek, dem früheren Vorstandschef Markus Braun und anderen Verdächtigen organisierten Bandenbetrug vor. Sie sollen mit gefälschten Bilanzzahlen über 3 Milliarden Euro von Banken und Investoren erschwindelt haben.

RND/alx mit dpa

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