AKWs für Wärmeversorgung irrelevant

Baerbock widerspricht Scholz: längere Atomlaufzeiten „keine Option“

3.8.2022, Kanada, Montreal: Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesministerin des Auswärtigen, gibt eine Pressekonferenz. Die Ministerin ist zu einem Antrittsbesuch in Kanada. Baerbock hat eine Verlängerung der Laufzeiten für die drei noch genutzten Atomkraftwerke in Deutschland ausgeschlossen.

3.8.2022, Kanada, Montreal: Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesministerin des Auswärtigen, gibt eine Pressekonferenz. Die Ministerin ist zu einem Antrittsbesuch in Kanada. Baerbock hat eine Verlängerung der Laufzeiten für die drei noch genutzten Atomkraftwerke in Deutschland ausgeschlossen.

Montreal. Außenministerin Annalena Baerbock hat eine Verlängerung der Laufzeiten für die drei noch genutzten Atomkraftwerke in Deutschland ausgeschlossen. Als Mitglied der Grünen seien Laufzeitverlängerungen für sie „keine Option“, sagte Baerbock am Mittwoch bei einem Besuch im kanadischen Montreal.

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Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte zuvor gesagt, dass er längere Laufzeiten für Atomkraftwerke für möglich halte. Zwar seien die drei Atomkraftwerke ausschließlich relevant für einen kleinen Teil der Stromproduktion. „Aber trotzdem kann das Sinn machen. Denn der Ausbaustand, was die Erneuerbaren Energien betrifft, ist in den einzelnen Ländern in Deutschland sehr unterschiedlich.“

RND vor Ort: Die Highlights aus dem Talk mit Außenministerin Baerbock

Außenministerin Annalena Baerbock stellte sich bei der Polit-Talk-Veranstaltung „RND vor Ort“ in Hannover den Fragen von Eva Quadbeck und Kristina Dunz.

Baerbock sagte dazu: „Der Kanzler hat ja auch unterstrichen, das finde ich wichtig bei seinen Äußerungen, dass wir über die Wärme und damit Gasversorgung sprechen.“ Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck (Grüne) habe auch schon betont, dass für die Sicherung der Wärmeversorgung im Winter „diese Atomkraftwerke keine bedeutende Rolle spielen“, weil Atomkraftwerke Strom herstellten.

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Baerbock wies allerdings auch daraufhin, dass mit dem sogenannten Stresstest nun noch einmal „alle Eventualitäten“ mit Blick auf die Energieversorgung im Herbst und Winter geprüft würden.

RND/dpa

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