Airline Germania will Air-Berlin-Staatshilfe stoppen

Die Fluggesellschaft Germania will die Zahlung der Bundesregierung an Air Berlin nicht tolerieren. Sie geht gegen die Unterstützung nun juristisch vor.

Die Fluggesellschaft Germania will die Zahlung der Bundesregierung an Air Berlin nicht tolerieren. Sie geht gegen die Unterstützung nun juristisch vor.

Berlin. Wie das Gericht am Dienstag mitteilte, wirft Germania dem Bund vor, die Lufthansa einseitig zu bevorzugen und so deren marktbeherrschende Stellung zu verstärken. Über den Germania-Antrag soll am 15. September verhandelt werden.

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Air Berlin mit ihren rund 8600 Beschäftigten schreibt seit Jahren Verluste, allein 2016 waren es 780 Millionen Euro. Die Fluggesellschaft hielt sich hauptsächlich durch Finanzspritzen ihres Großaktionärs Etihad noch in der Luft. Mitte August drehte die nationale Airline der Vereinigten Arabischen Emirate den Berlinern aber den Geldhahn zu.

Auch Billigflieger Ryanair kritisiert die Rettungspläne des Bundes

Mit einem Kredit von 150 Millionen Euro will der Bund den Flugbetrieb vorerst sicherstellen. Doch nach einem Bericht der „Bild am Sonntag“ ist der staatliche Überbrückungskredit für Air Berlin noch nicht unter Dach und Fach. Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums sagte am Sonntag, es laufe alles planmäßig, man sei in der „technischen Umsetzung“. Dem Blatt zufolge ist weder der Vertrag unterschrieben noch bisher Geld geflossen. Ein Sprecher von Air Berlin wollte den Verhandlungsstand nicht kommentieren.

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Mit dem Kredit soll nach dem Insolvenzantrag von Air Berlin der Flugbetrieb für etwa drei Monate gesichert werden, auch um tausenden Urlaubern die Rückreise zu ermöglichen. Die Zahlung ist nicht unumstritten und Air Germania ist nicht die einzige Airline, die sich gegen die Unterstützung wehrt: Auch die irische Fluglinie Ryanair kritisiert die Rettung. Sie sieht einen Verstoß gegen Wettbewerbsregeln und hat Kartellbeschwerde eingelegt.

Von dpa/RND

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