Air Berlin: Sessel, Trolleys und Co. unterm Hammer

Gelandet – und zwar endgültig: Ein Auktionshaus versteigert jetzt die Überreste der Firma Air Berlin.

Gelandet – und zwar endgültig: Ein Auktionshaus versteigert jetzt die Überreste der Firma Air Berlin.

Hannovcer. „Flugzeuge im Bauch, im Blut Kerosin – kein Sturm hält sie auf, uns’re Air Berlin“ – diese schmissigen Songzeilen kennt jeder, der in den 2000er Jahren mal mit einem der rotweißen Flieger unterwegs war. Die vornehm rot behandschuhten Stewardessen reichten dem Gast ein Schokoherz, hüllten ihn in rote Decken und servierten aus roten Trolleys Getränke. Inzwischen hat der Sturm die Air Berlin doch vom Himmel geblasen, und der Insolvenzverwalter macht alles zu Geld, was nur geht. Vom 15. Januar an werden daher allerlei Devotionalien öffentlich versteigert: vom Business-Kaffeegeschirr bis zur Kinderspielzeugtasche ist alles zu haben, was zur Kabinenausstattung gehörte.

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„In der ersten Tranche haben wir allein 900 Trolleys und 2000 Businessclass-Decken im Angebot“, sagt Toke Bransky vom Hamburger Auktionshaus Dechow, das die Air-Berlin-Firmenreste im Internet versteigert. Das Startgebot für einen Getränkewagen beispielsweise liege bei 100 Euro, und Bransky hat wenig Zweifel, dass die Nachfrage groß sein wird: „Auf unserer Seite haben sich innerhalb von nur vier Tagen schon rund 17 000 Interessenten registriert.“

Wer will, kann sich also eine komplette Air-Berlin-Welt zusammenkaufen. Wie wäre es mit dem Businessclass-Doppelsitz fürs Wohnzimmer? Endlich mal die Rückenlehne verstellen, ohne dass von hinten einer meckert. Dazu ein Vanity-Set mit Schlafmaske und Co. – und wer über einen hilfsbereiten Mitbewohner verfügt, für den könnte sich sogar die Anschaffung eines Trolleys lohnen. Wenn die Abteilung Annehmlichkeiten ausverkauft ist, kommen Flugzeugteile, Werkzeug und Ähnliches unter den Hammer.

Nicht mehr zu haben sind die roten Schokoherzen. Schon vor Auktionsstart sei der gesamte Vorrat an einen einzelnen Käufer gegangen, verrät Bransky. Kleiner Trost: Beim Hersteller Lindt gibt es noch Restbestände – für weniger als einen Euro können Fans noch einmal das Herz der Air Berlin in Händen halten.

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Von Stefanie Gollasch/RND/reisereporter

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