Durch Einzahlung in einen Fond

Im Geiste des 9-Euro-Tickets: Initiative will Kosten fürs Schwarzfahren im ÖPNV übernehmen

Ein frisch an einem Automaten der Deutschen Bahn erworbenes 9-Euro-Ticket. (Archivbild)

Ein frisch an einem Automaten der Deutschen Bahn erworbenes 9-Euro-Ticket. (Archivbild)

Berlin. Das 9-Euro-Ticket war in den Monaten Juni, Juli und August eine Maßnahme der Bundesregierung, um die Bürgerinnen und Bürger zu entlasten. Für den Preis von 9 Euro konnte sich jeder und jede ein Ticket für den Nahverkehr kaufen – mit Gültigkeit für ganz Deutschland. Die Kampagne „9-Euro-Fonds“ will das jetzt weiterhin möglich machen – und die Kosten übernehmen, sollte jemand beim Schwarzfahren erwischt werden.

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Die Idee: Man zahlt monatlich 9 Euro in einen Fonds ein und nutzt weiterhin den Nahverkehr, allerdings ohne sich ein reguläres Ticket zu kaufen. Der Fond funktioniert dabei als eine Art Versicherung. Wer ohne gültigen Fahrschein angetroffen wird, reicht den Zahlungsbescheid bei der Initiative ein. Der Fond zahlt dann das erhöhte Beförderungsentgelt. Ausgenommen sind allerdings die Regionalzüge der Deutschen Bahn, weil hier bei fast jeder Fahrt kontrolliert wird.

Fahren ohne Fahrschein gilt als Straftat

„Schon jetzt ist die Nachfrage groß“, sagte Kampagnensprecher Leo Maurer der „taz“ am Mittwoch. Der Fonds soll sowohl „Menschen unterstützen, die sich ein normales Ticket nicht leisten können“ als auch die politische Forderung aufrechterhalten, das 9-Euro-Ticket weiterzuführen. „Das Ticket war die beste Maßnahme der Bundesregierung zur Entlastung von Menschen mit wenig Geld – und nützt darüber hinaus auch noch dem Klima“, sagte Maurer weiter.

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Der Fonds ist eigenen Angaben zufolge nicht auf Dauer angelegt, sondern als Lückenfüller. „Grundsätzlich braucht es eine politische Lösung“, so Maurer. Weil das Fahren ohne gültigen Fahrschein eine Straftat darstellt, erfordert die Teilnahme an dem Fonds auch die Bereitschaft zu zivilem Ungehorsam.

Die Initiative empfiehlt Teilnehmerinnen und Teilnehmern daher, einen sichtbaren Hinweis mit der Aufschrift „Ich fahre ohne Fahrschein“ zu tragen. In der Vergangenheit hat dies bei Gerichtsverfahren bereits geholfen, den Vorwurf der Leistungserschleichung zu entkräften.

RND/alx

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