Nachwuchsfußball

Trotz Unterzahl: Dynamo Dresdens U19 gewinnt irre Partie bei RB Leipzig

Dynamos U19-Junioren können erneut jubeln. Ihnen gelingt ein 3:2-Sieg im Sachsenderby bei RB Leipzig.

Dynamos U19-Junioren können erneut jubeln. Ihnen gelingt ein 3:2-Sieg im Sachsenderby bei RB Leipzig.

Dresden. Vier Rote Karten, eine einstündige Dresdner Unterzahl, zum Schluss ein Feldspieler im Tor: Das Gastspiel von Dynamo Dresdens A-Junioren am Cottaweg war nichts für schwache Nerven. Mit 3:2 behielten die Schwarz-Gelben auswärts bei RB Leipzig am Ende die Oberhand. „Ein sehr verrücktes Spiel“, bilanzierte SGD-Trainer Willi Weiße nach dem umkämpften Sachsenderby am Sonnabendnachmittag. Die Sportgemeinschaft bleibt damit als Tabellenzweiter dem Spitzenreiter Hertha BSC in der U19-Bundesliga dicht auf den Fersen.

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SGD rettet Remis in Unterzahl in die Pause

Doch der Reihe nach: Die SGD startete gut in die Partie, geriet jedoch nach einem Konter, abgeschlossen durch Ohene Kwame Bonsu Köhl, früh in Rückstand (10.). „Leipzig hat aufs zweite Tor gedrückt, wir mussten uns kurz sammeln“, gibt Willi Weiße zu. Umso erfreuter war er, als Corvin Kosak in der 19. Minute per Kopfball der 1:1-Ausgleich gelang. Dann jedoch ein herber Rückschlag: Jonas Saliger, seit der fünften Minute gelbverwarnt, sah in der 27. Spielminute eine unnötige Gelb-Rote Karte. „Er hat im Anschluss an einen Schiedsrichterpfiff den Ball weggeschossen“, zeigt sich sein Trainer wenig begeistert von der Aktion.

In Unterzahl beschränkte sich Dynamo fortan mehr aufs Verteidigen und machte das bis zur Pause ganz ordentlich. Die Leipziger hatten zwar das Kommando, doch ihre Gäste aus der Landeshauptstadt setzten immer neue Nadelstiche. „Wir hatten sogar zwei sehr gute Kontermöglichkeiten, haben sie aber nicht bis zum Tor zu Ende gespielt“, berichtet Willi Weiße, der nach dem Seitenwechsel seine Elf etwas umstellte – mit Erfolg!

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Starke Mannschaftsleistung in Halbzeit zwei

„Dann haben wir eine ganz große Mannschaftsleistung gezeigt, mit viel Leidenschaft und Fleiß verteidigt“, beschreibt der Coach nicht ohne Stolz das weitere Geschehen und fügt an: „Über weite Strecken haben wir keine größeren Möglichkeiten mehr zugelassen, Leipzig aus dem eigenen Sechzehner ferngehalten und selbst bei vier, fünf Umschaltaktionen vorn für Gefahr gesorgt.“ Bei einer davon wurde Moritz Krause im Strafraum gefoult, Schiedsrichter Furkan Cevdet Vardar entschied folgerichtig auf Elfmeter, den Lucas Ehrlich zum 2:1 verwandelte (68.).

In der Schlussphase drängte RB natürlich auf den Ausgleich und machte enormen Druck, während bei den tapfer verteidigenden Dynamos die Kräfte schwanden. Willi Weiße wechselte insgesamt viermal – und das brachte zum Schluss die vermeintliche Vorentscheidung. Nik Orth, eine Minute zuvor für Jonas Oehmichen ins Spiel gekommen, traf nach einem Konter zum 3:1 (89.). Das sollte es doch gewesen sein. War es aber nicht, denn die Gastgeber stellten in der ersten Minute der Nachspielzeit noch mal den Anschluss zum 3:2 her. Es war der turbulente Höhepunkt dieser Partie.

Am Ende dreimal Rot nach Rudelbildung

Als SGD-Torwart Johannes Endmann den im Ball zappelnden Netz aufnahm, die Leipziger aber das Spiel schnell machen wollten, kam es zu einer Rudelbildung. Nach dem Getümmel sah Endmann die Rote Karte für eine Unsportlichkeit, auch flogen die beiden Leipziger Jorden Winter und Yannick Freischlad jeweils mit glatt Rot vom Platz (90.+3). Weil Dynamo sein Wechselkontingent erschöpft hatte, hütete Feldspieler Louis Schulze für die letzten 90 Sekunden das Tor, bis der Sieg in Sack und Tüten war. „Er musste zum Glück nicht mehr eingreifen“, so Willi Weiße, der seiner Mannschaft Respekt zollt: „Eine große Energieleistung, Kompliment an meine Jungs!“

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