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Kanurennsport

Tom Liebscher startet in Portugal

Tom Liebscher hat in Portugal viel vor. Von der iberischen Halbinsel möchte er Edelmetall mit nach Hause bringen.

Tom Liebscher hat in Portugal viel vor. Von der iberischen Halbinsel möchte er Edelmetall mit nach Hause bringen.

Dresden. Olympiasieger Tom Liebscher hob am Freitag vom Flughafen in Dresden-Klotzsche in Richtung Porto ab. Der mehrfache Kanu-Weltmeister vom KC Dresden startet an diesem Wochenende bei den European University Games in Portugal. Für den 24-Jährigen ist das noch einmal ein wichtiger Wettkampf-Test vor den Weltmeisterschaften in fünf Wochen. Und die finden auf der gleichen Regatta-Strecke von Montemor o Velho statt.

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Für den ehrgeizigen Liebscher ist das ein guter Grund, dort an den Start zu gehen, denn seine Erinnerungen an die Europameisterschaften 2013 an gleicher Stelle sind eher durchwachsen: „Ich habe damals Bronze im Einer über 200 Meter gewonnen, aber mit der Strecke war ich nicht ganz grün. Bisher war es dort sehr windig, aber da soll sich einiges getan haben, um die Chancengleichheit zu wahren. Deshalb finde ich es gut, dass ich vor der Weltmeisterschaft die Gelegenheit habe, mich an die Bedingungen zu gewöhnen. Ich bin auf jeden Fall guter Dinge, dass ich den schlechten Eindruck diesmal bereinigen kann.“ Und da er im Einer über 1000 Meter antritt, lerne er die komplette Strecke kennen, so Liebscher.

Comeback über 1000 Meter

Für den Weltmeister über diese Distanz ist es zudem wie ein kleines Comeback, denn bei der WM darf er diesmal seinen Titel über die 1000 Meter nicht verteidigen, weil er das interne deutsche Qualifikationsduell gegen den Essener Max Rendschmidt verlor. Inzwischen weiß er aber, woran es neben einem kleinen Infekt bei der verbandsinternen Ausscheidung lag: „Wegen einiger Prüfungen an der Uni musste ich einige kurze, knackige Trainingseinheiten ausfallen lassen, deshalb fehlte zum Saisonstart ein wenig die nötige Spritzigkeit, der Punch.“

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Im Einer und Vierer über 500 Meter wird er in fünf Wochen aber um die begehrten WM-Medaillen kämpfen. „Der Start über 1000 Meter zur Uni-EM war ohnehin lange geplant“, sagt der Elbestädter. Und er fügt hinzu: „Ich habe in den letzten zwei Wochen in Kienbaum sehr hart und gut trainiert. Die Test liefen super“, ist er zuversichtlich. Er betont aber: „Die Uni-EM bestreite ich jetzt aus dem vollen Training heraus.“

Neben den 1000 Metern steht für den Schützling von Trainer Jens Kühn eventuell noch ein Start in einem Testrennen auf dem Plan. „Es wird erstmals eine Mixed-Staffel geben“, weiß Tom Liebscher, dem es nicht zuletzt auch wichtig und eine Ehre ist, seine Hochschule bei diesem Wettkampf gut zu vertreten. Und „gut“ heißt für den immer sehr ambitionierten Olympiasieger, mindestens eine Medaille und am besten die goldene mit nach Hause zu bringen.

Fünf Deutsche Kanuten am Start

Die Kanu-Wettbewerbe in Monemor o Velho sind Teil der vierten European Universities Games, die bereits seit dem 15. Juli laufen und am 28. Juli zu Ende gehen. Sie werden von der Universität Coimbra, einer der ältesten Europas, ausgerichtet. Unter den knapp 4000 Studenten von insgesamt 300 Hochschulen befinden sich auch 400 Athleten aus Deutschland, die in elf der insgesamt 13 Sportarten um Titel und Medaillen kämpfen. Zum fünfköpfigen Aufgebot der Kanuten gehören mit Kajak-Vizeweltmeisterin Melanie Gebhardt und Canadier-Fahrerin Johanna Handrick von der Uni Leipzig auch noch zwei sächsische Vertreterinnen.

Von Astrid Hofmann

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