Frust in Weißwasser

Sturm der Lausitzer Füchse entpuppt sich als laues Lüftchen

Bei den Lausitzer Füchsen ist die Stimmung aktuell nicht besonders gut.

Bei den Lausitzer Füchsen ist die Stimmung aktuell nicht besonders gut.

Weißwasser. „Wenn es nicht einfach ist, dann ist es eben schwierig.“ Mit diesem Satz kommentierte Weißwassers Trainer Petteri Väkiparta die 1:8- Klatsche seiner Lausitzer Füchse am letzten Freitag in Kaufbeuren. Doch auch am Sonntag wurde es nicht einfacher. Die Ostsachsen unterlagen im ersten Sachsen-Derby der Saison den Eispiraten Crimmitschau mit 2:3 nach Verlängerung. Die nun sieben Niederlagen in Serie bedeuten den Absturz der Blau-Gelben auf den letzten Tabellenplatz. Und bis Rang zehn, der den sicheren Klassenerhalt bedeuten würde, sind es schon sechs Zähler Rückstand. Klammert man den desolaten Auftritt in Kaufbeuren aus, dann scheinen die Füchse kein Abwehr- und kein Torhüterproblem zu haben. Doch mental sind die Weißwasseraner angeschlagen.

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Es fallen vorn zu wenige Tore

Und vor allem klemmt es offensiv – und das sehr heftig. Im Vergleich zur Vorwoche, als man zweimal gänzlich ohne Treffer blieb, gelangen diesmal in den beiden Wochenendspielen deren drei. Damit stehen für die Ostsachsen nach nun acht Partien elf erzielte Tore zu Buche. Zum Verständnis: Die beiden Teams an der Spitze des DEL2-Rankings, Landshut und Kaufbeuren, schossen am Wochenende in ihren zwei Partien jeweils zwölf Buden. „Warum auch immer ist es für uns momentan schwierig, die Scheibe reinzuhauen“, wirkte Coach Väkiparta nach der Heimniederlage gegen die Eispiraten durchaus ratlos.

Roope Mäkitalo fehlt erkrankt

Klar, den Füchsen fehlte neben dem langzeitverletzten Steve Hanusch diesmal auch Roope Mäkitalo, der erkrankt ist. Das aber gab den Oberlausitzern die Gelegenheit, Mäkitalos finnischen Landsmann Ville Kolppanen als vierten Ausländer einzusetzen. Nahm der 30-Jährige Keeper in Kaufbeuren noch mit dem Platz auf der Bank vorlieb, so feierte er gegen den ETC sein Debüt. Trotz einer Reihe guter Paraden vermochte aber auch der Neuzugang den nächsten Spielverlust nicht zu verhindern. Bei insgesamt 33:23 Torschüssen war die Torausbeute der Füchse einfach zu gering.

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Fortschritte sind nur sehr klein

„Wir haben heute wenigstens zwei Tore geschossen. Es sind kleine Episoden, die die Spiele entscheiden. Uns fehlt aktuell auch das Scheibenglück. Aber es war heute ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn die Mannschaft nach dem schlechten Spiel am Freitag so antwortet, wie heute, sich die Hinweise des Trainerteams annimmt und auch die immer noch gute Stimmung weiter beibehält, dann ist das der einzige Weg zur Wende“, erklärte Väkiparta.

Fans fordern Verstärkung für den Angriff

Die Unruhe im Umfeld des EHC ist jedenfalls spürbar. In den Sozialen Medien wird vor allem Verstärkung für den Angriff gefordert. Dass in insgesamt schwierigen Zeiten dafür Geld da ist, darf angezweifelt werden. Gelegenheit, es besser zu machen, besteht am kommenden Wochenende, wenn die Oberlausitzer zunächst am Freitag in Dresden antreten müssen und am Sonntag Selb empfangen.

Von Sebastian Matthieu

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