Zwischenbilanz

Sportchef Becker will Dynamo Dresden weiter verstärken

Sport-Geschäftsführer Ralf Becker ist zuversichtlich, dass Dynamo für die 3. Liga gut gerüstet ist.

Sport-Geschäftsführer Ralf Becker ist zuversichtlich, dass Dynamo für die 3. Liga gut gerüstet ist.

Bad Häring. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga muss Dynamo Dresden den Kader den Verhältnissen in der 3. Liga anpassen. Besonders die stark sinkenden Einnahmen beim Fernsehgeld zwingen die Schwarz-Gelben zu Sparmaßnahmen, doch Sport-Geschäftsführer Ralf Becker glaubt, dass Dynamo im Kampf um den Wiederaufstieg konkurrenzfähig sein wird. Die finanziellen Möglichkeiten dafür seien da: „Wir stehen sportlich wieder da, wo wir vor zwei Jahren standen, aber wirtschaftlich haben uns die zwei Jahre nicht geschadet – uns geht es anständig“, sagt Becker. Der Verein könne – auch aufgrund des Verkaufs des Sturmduos Daferner/Königsdörffer – in den Neuaufbau der Mannschaft investieren, der Aufsichtsrat trage das mit: „Wenn wird der Meinung sind, wir müssen etwas machen, dann haben wir schon die Möglichkeit“, versichert der 51-Jährige.

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Außenverteidiger werden noch gesucht

Bislang ist der Schwabe mit der Zusammensetzung des aktuellen Kaders ganz zufrieden: „Wir haben acht Neuzugänge, aber auch vier Rückkehrer von Leihen gehabt, haben den einen oder anderen Spielervertrag verlängert. Von der Anzahl der Spieler haben wir schon einen guten Kader. Ich bin auch überzeugt von der Qualität und der Breite, die wir haben. Trotzdem wissen wir, dass wir in bestimmten Bereichen noch was machen wollen.“ So blickt Becker vor allem auf die Positionen der Außenverteidiger. Links habe man die Rückkehrer Jonathan Meier und Jonas Kühn: „Da müssen wir mal bewerten, ob das reicht.“ Rechts stehen Robin Becker und U19-Talent Paul Lehmann zur Verfügung. Lehmann mache seine Sache zwar sehr gut, sei von den ins Trainingslager mitgereisten Talenten das, das vielleicht am ehesten an den Profis dran sei, doch Becker und auch Trainer Markus Anfang können sich gut vorstellen, den ukrainischen Gastspieler Kyrylo Melichenko zu verpflichten. Doch das sei nicht so einfach, der ukrainische Verband, die Klubs in dem vom Krieg geplagten Land hätten auch ihre berechtigten Interessen: „Es kann nicht einfach mal so jeder nach Deutschland wechseln, die wollen ihre Liga da auch weiterführen.“ Man prüfe noch, was geht, versicherte Becker.

Ralf Becker bebobachtet das Training der Mannschaft auf dem Platz des FC Bruckhäusl.

Ralf Becker bebobachtet das Training der Mannschaft auf dem Platz des FC Bruckhäusl.

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Ein erfahrener Mann soll noch kommen

Für die Struktur der Mannschaft sei es sicher auch förderlich, noch einen erfahrenen Spieler zu holen, glaubt Becker. Da habe man vielleicht im letzten Jahr zu wenige gehabt, deutete er an. Wie wertvoll solche Routiniers sind, beweise gerade Stefan Kutschke. Der 33-Jährige werde seinem Auftrag, als Führungskraft voranzugehen, voll gerecht: „Das ist ein ganz wichtiger Spieler – auf und neben dem Platz.“ Der aus Ingolstadt nach Dresden heimgekehrte Mittelstürmer sei ein enormer Gewinn, wenngleich sich Dynamo – anders als vor zwei Jahren – gar nicht komplett neu aufstellen musste. Becker verweist darauf, dass die Situation nach dem Abstieg 2020 nicht einfach mit der aktuellen verglichen werden könne: „Damals ist ja von der Mannschaft fast nix übrig geblieben, dieses Jahr haben wir schon einen gewissen Stamm an Spielern.“

Der Fall Fressange ist noch offen

Offen ist derzeit noch, was mit Dynamos Probespieler aus Frankreich passiert. Der Offensivallrounder Alexandre Fressange von der Reserve des Meisters Paris St. Germain trainierte in den letzten Tagen in Österreich mit der Mannschaft und soll am Sonntagnachmittag (16 Uhr) auch gegen den VV St. Truiden aus Belgien mitspielen. „Danach setzt man sich in Ruhe zusammen“, erklärte Becker zu seinem Fall. Die nach Fressanges Eintreffen erfolgte Verpflichtung von Christian Conteh, der einen ähnlichen Spielertyp verkörpert, habe keinen Einfluss auf die anstehende Entscheidung, gab Becker vor. Aber es scheint schon so, als ob Fressanges Chancen zuletzt nicht gerade gestiegen, sondern eher gefallen sind. Er braucht gegen die Belgier, die mit Toni Leistner einen Ex-Dynamo mitbringen, wohl eine ganz starke Leistung, um bei den Dresdnern noch einen Vertrag zu ergattern.

Von Jochen Leimert

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