Neuer Austragungsort

Sicherheitsbedenken: Dynamo Dresden spielt im Pokal nicht in Eilenburg

Für Dynamo Dresden wird das Sachsenpokalspiel gegen Wurzen zum Heimspiel.

Für Dynamo Dresden wird das Sachsenpokalspiel gegen Wurzen zum Heimspiel.

Wurzen/Dresden. Das für den kommenden Sonnabend (16 Uhr) geplante Sachsenpokalspiel zwischen dem ATSV Frisch Auf Wurzen und Dynamo Dresden findet nicht in Eilenburg statt, sondern wird in den Raum Dresden verlegt. Das erklärte Wurzens Präsident Daniel Weist am Montagmittag gegenüber den DNN.

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Als Grund für die Verlegung der Drittrunden-Partie, die dem Sächsischen Fußball-Verband bereits angezeigt worden sei, gab Weist Sicherheitsbedenken an. Offenbar fürchten der Verein, aber auch die Polizei drohende Auseinandersetzungen zwischen Fans des Regionalligisten 1. FC Lok Leipzig und Anhängern des Drittligisten aus Dresden. Beide Fanlager verbindet seit Jahrzehnten eine tiefe Abneigung, schwere Zusammenstöße gibt es leider immer wieder.

Lok-Fans planten Racheakt für Überfall in Dresden

Erst am 4. September hatte es heftige Prügeleien zwischen Anhängern beider Traditionsclubs gegeben. Als die Lok-Mannschaft zum Zweitrunden-Sachsenpokalspiel beim SC Borea in Dresden gastierte, lauerten etwa 30 Vermummte den im Zug angereisten Lok-Fans auf. Als die rund 100 Leipziger am Bahnhof Neustadt ins Freie traten, wurden sie vom wartenden Mob attackiert. Die Angreifer trugen Dynamo-Fanutensilien, schlugen mit den Fäusten auf die überraschten Dresden-Besucher ein und verteilten auch Fußtritte. Erst als die Polizei eintraf, endeten die Schlägereien, die Angreifer flohen unerkannt. Die Polizei startete einen Zeugenaufruf und leitete Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs ein.

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Die brutale Aktion der Dresdner Chaoten wollen die ebenfalls nicht zimperlichen Lok-Fans nicht auf sich sitzen lassen und kündigten nun einen Racheakt an, der am Sonnabend rund um das Spiel in Eilenburg stattfinden sollte. Da schrillten bei den Wurzenern, der Polizei, aber auch bei Dynamo die Alarmglocken.

Spiel soll nun im Raum Dresden steigen

„Wir bemühen uns gemeinsam mit Dynamo um eine Lösung, dass das Spiel im Raum Dresden stattfinden kann. Dynamo unterstützt uns dabei sehr“, sagte Wurzens Vereinschef Weist. Er bedauert die Verlegung, möchte aber kein Risiko eingehen, das den kleinen Verein aus der Landesklasse Nord überfordern und Zuschauer gefährden könnte. Zudem wolle man dem FC Eilenburg, der das Ilburg-Stadion zur Verfügung stellen wollte, keinesfalls Unannehmlichkeiten bereiten. Die Eilenburger hatten ihr weitläufiges Stadion als Ausweichstandort bereitgestellt, weil die Sportanlage der Wurzener mit nur 4000 Plätzen recht klein ist und schlechte Möglichkeiten bietet, Heim- und Gästefans zu trennen.

Austragungsort könnte erst am Dienstag feststehen

Dynamo bestätigte, dass man nach einem neuen Austragungsort suche. Man hoffe, am Dienstag eine Lösung präsentieren zu können, hieß es aus der Pressestelle. Eigentlich wollte man schon am Montagabend soweit sein, doch so einfach ist es offenbar nicht, einen Spielort zu finden, bei dem alles passt. Kurzerhand in die Heimstatt an der Lennéstraße zu gehen, dürfte nicht so leicht sein, denn das Harbig-Stadion für ein Spiel gegen einen Siebtligisten hochzufahren, kostet mehr, als die Partie an Einnahmen verspricht.

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