Basketball

Saison-Aus für die Dresden Titans

Die Dresdner Spieler sind nach der 70:73-Niederlage gegen Schalke 04 und dem Aus in den Play-offs enttäuscht. Für sie ist die Saison nun vorbei.

Die Dresdner Spieler sind nach der 70:73-Niederlage gegen Schalke 04 und dem Aus in den Play-offs enttäuscht. Für sie ist die Saison nun vorbei.

Dresden. Aus und vorbei – die Dresden Titans mussten sich am Sonntagnachmittag widerwillig und viel zu früh aus der laufenden Saison in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B verabschieden. Die Mannschaft von Trainer Nenad Josipovic lieferte dem Gästeteam von Schalke 04 im zweiten Play-off-Vergleich zwar noch einmal einen heißen Kampf, verlor aber vor 1822 Zuschauern in der Margon-Arena mit 70:73 (37:37). Da die „Titanen“ schon im ersten Spiel mit 67:75 den Kürzeren gezogen hatten, scheiterten sie im Aufstiegsrennen bereits an der ersten Hürde.

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Die Enttäuschung war den Spielern und dem Trainer hinterher anzusehen. „Wir haben leere Köpfe, leere Körper. Wir haben viel auf dem Feld gelassen, wollten ein drittes Spiel unbedingt erzwingen. Wir sind wieder mal einem Rückstand hinterhergelaufen, haben uns aber herangekämpft, die Führung übernommen. Am Ende war alles offen – da tut der Ausgang noch viel mehr weh“, gewährte Titans-Kapitän Janek Schmidkunz Einblick in sein Innenleben. An ihm lag es bestimmt nicht, dass die Dresdner nach einem schwierigen Jahr des Umbruchs letztlich früh die Segel streichen mussten. Wieder einmal war der Berliner punktbester Werfer der Titans, doch seine 24 Zähler erreichte kein anderer Dresdner auch nur annähernd. Lediglich Helge Baues gelang es noch, zweistellig zu punkten, während das bei den favorisierten Schalker gleich vier Spieler schafften.

Verloren ging die Partie vor allem, weil die Schalker beim Rebound deutliche Vorteile hatten. Sie schafften 17 Offensiv-Rebounds, die Dresdner nur zehn. Geschäftsführer Jörn Müller sah daneben noch viele „kleine Dinge“, die zur Niederlage führten. „Man muss den Spielern hoch anrechnen, dass sie in der entscheidenden Phase Verantwortung übernehmen wollten, aber wenn man dann nicht glücklich ist und das mehrere Male hintereinander passiert, dann muss man seine Mitspieler finden“, sagte Müller.

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Namen wollte er nicht nennen, niemanden an den Pranger stellen, aber wen er meinte, war jedem klar, der die wiederholten Fehlwürfe von Larry Hall in der Schlussphase mitangesehen hatte. Trotz Halls Patzern blieben die Gastgeber aber bis zuletzt im Spiel und hatten noch die Chance zum 73:73-Ausgleich, doch auch Willie Mangums Dreier-Versuch sechs Sekunden vor Schluss fand sein Ziel nicht – das Bangen der Fans war so letztlich vergebens.

Mit feuchten Augen verabschiedeten sich die Spieler anschließend von ihrem treuen Publikum. Trainer Josipovic dankte mit bewegten Worten auch seiner Mannschaft, die nach einer hohen Fluktuation im Kader und dem verletzungsbedingten Ausfall von Sebastian Heck noch einmal alles versucht hatte. Sie war den coolen Gelsenkirchenern aber am Ende nicht ganz gewachsen. Jörn Müller konstatierte: „Die Schalker waren einfach abgezockter, sie haben sehr, sehr routiniert ihren Stiefel runtergespielt, ihre Chancen genutzt und haben mit Ruhe gespielt. Das ist uns nicht in dem Maße gelungen. Wir haben teilweise zu schnell abgeschlossen – auch wenn wir den Rebound in der Hand hatten.“

Von Jochen Leimert

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