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Tag der Entscheidung

Dynamo Dresden will gegen Kaiserslautern zu Hause offensiver spielen

Dynamo-Trainer Guerino Capretti will auch im zweiten Spiel dem Aufruf der Fanszene nachkommen und Farbe bekennen.

Dynamo-Trainer Guerino Capretti will auch im zweiten Spiel dem Aufruf der Fanszene nachkommen und Farbe bekennen.

Dresden. Sekt oder Selters, Triumph oder Tränen, Klassenerhalt oder Abstieg – die Entscheidung naht, ob Dynamo Dresden Zweitligist bleiben darf oder wieder in die ungeliebte Dritte Liga runter muss. An diesem Dienstag (20.30 Uhr/Sat1 und Sky live) geht mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern eine wechselvolle und nervenaufreibende Spielzeit für die Schwarz-Gelben zu Ende.

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Bekommt die Zittersaison ihr Happy End?

Feiert das Team von Trainer Guerino Capretti im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion gegen die Roten Teufel vom Betzenberg den ersten Pflichtspielsieg im Jahr 2022, dann bekommt diese Zittersaison noch ihr Happy End. Geht das zweite Kräftemessen mit den von Dirk Schuster gecoachten Pfälzern verloren – ob nach 90 oder 120 Minuten oder gar erst im Elfmeterschießen –, ist die erst im Vorjahr mühsam zurückeroberte Zweitliga-Zugehörigkeit schon wieder futsch.

Abstieg wäre fatal – sportlich wie finanziell

Im negativen Fall wäre der Zerfall der Mannschaft kaum aufzuhalten, müsste sich Dynamo für einen Neuaufbau eine Etage tiefer wohl auch nach neuem Führungspersonal für die sportlichen Leitung umsehen. Die finanziellen Einbußen durch drastisch schrumpfende Fernsehgelder wären verheerend, auch wenn Dynamo dank soliden Wirtschaftens in den letzten Jahren keine Insolvenz fürchten muss.

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Ralf Becker verbreitet Zuversicht

Doch an ein Scheitern in der Relegation mag Sport-Geschäftsführer Ralf Becker lieber nicht denken. Der 51-Jährige gab sich alle Mühe, das Positive aus dem 0:0 in Kaiserslautern herauszuziehen: „Es ging erstmal darum, gut reinzukommen, gut zu verteidigen, gut zu stehen. Ich glaube, dass wir das über die 90 Minuten gut gemacht haben. Jetzt haben wir ein Heimspiel, da wird die Stimmung noch besser sein, als sie am Freitag war. Wir haben alles in der eigenen Hand, haben die Möglichkeit, in diesem einen Spiel alles zu erreichen.“

Guerino Capretti verspricht mehr Risiko

Trainer Capretti gibt sich gleichfalls zuversichtlich. Er hofft, dass sich seine Mannschaft gegenüber der ersten Partie im Angriffsspiel noch steigern kann: „Das in der Defensive hat mir überaus gut gefallen, die Zweikämpfe haben wir angenommen, die Intensität war in Ordnung. Das sieht man auch in den Statistiken. Aber wir wollen offensiver spielen, offensiver in unseren Aktionen auch denken.“ Dynamo wolle Tore schießen, die Zuschauer sollen sehen, „dass wir gewillt sind, hier und da ein bisschen Risiko einzugehen“. Es komme darauf an, dass die Mannschaft bei Angriffen gut nachrückt, mutig agiert.

Trainer zählt auf Rückenwind durch die Fans

Capretti zählt zum Finale der Mission Klassenerhalt einmal mehr auf die Unterstützung der Fans, sie hätten die Truppe schon in Kaiserslautern „immer wieder nach vorne gepeitscht“, so der Deutsch-Italiener. Er ist sich sicher: „Die Stimmung, das weiß ich jetzt schon, wird überragend sein.“ Die Frage ist nur, wie lange sie anhält. Läuft es gegen Schwarz-Gelb, dann drohen Szenen, die keiner gerne sieht. Dann könnte der erhoffte Jubelorkan rasch zum Albtraum werden – so ehrlich muss man sein.

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Von Jochen Leimert

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