Volleyball

Nachwuchs beim VC Olympia Dresden nun breiter aufgestellt

VC Olympia Dresden, Saison 2022/23: Hintere Reihe von links: Emily Nowak, Sally Marie Marong, Lydia Mörbe, Larissa Winter, Teresa Ziegenbalg, Mira Ledermüller, Hanna Kögler, Lotte Goertz. Vordere Reihe von links: Emma Gruner, Mette Marleen, Anna Busch, Lina Merz, Anna Busch.

VC Olympia Dresden, Saison 2022/23: Hintere Reihe von links: Emily Nowak, Sally Marie Marong, Lydia Mörbe, Larissa Winter, Teresa Ziegenbalg, Mira Ledermüller, Hanna Kögler, Lotte Goertz. Vordere Reihe von links: Emma Gruner, Mette Marleen, Anna Busch, Lina Merz, Anna Busch.

Dresden. Mit einem Doppelspiel-Wochenende startet die Volleyball-Nachwuchsmannschaft des VC Olympia Dresden in die neue Spielzeit der 2. Bundesliga Süd. Am Sonnabend gastieren die Schützlinge von Bundesstützpunkttrainer Andreas Renneberg bei der zweiten Mannschaft des VC Wiesbaden, einen Tag später geht´s zur TG Bad Soden.

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Nach einem größeren Umbruch im vergangenen Jahr wird man zwar auch jetzt einige neue Gesichter sehen, doch das Gerüst der Mannschaft ist relativ stabil geblieben. Natürlich haben sich mit Lena Linke (DSC/1. Mannschaft), Laura Berger (Neuwied/1. Bundesliga) und Juli Klause (Karriere zunächst beendet) einmal mehr erfahrene Spielerinnen verabschiedet und jüngere rücken nach. „Insgesamt aber haben die meisten Mädels in der abgelaufenen Spielzeit schon Erfahrungen gesammelt. Wir sind jetzt sogar breiter aufgestellt und wollen auf jeden Fall besser abschneiden als letztes Jahr“, erklärt Renneberg.

Herausforderungen für VCO

Vergangene Saison erreichte sein Team einen guten achten Platz und anschließend feierten die DSC-Talente bei der Deutschen U20-Meisterschaft den Titel, die U18 wurde Vizemeister und die U16 belegte Platz sieben. Außerdem vertraten mit Teresa Ziegenbalg und Florentine Rosemann zwei junge Spielerinnen die Farben des erfolgreichsten Stützpunktes in Deutschland bei der U17-EM, wo sie die Bronzemedaille erkämpften. Sportlich läuft es also beim Dresdner Stützpunkt wie geschmiert.

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Bundesstützpunktleiterin Christiane Fürst betont zudem, dass die Zusammenarbeit zwischen Andreas Renneberg und Erstliga-Coach Alexander Waibl sehr gut läuft. So gab es in diesem Sommer auch ein fünfwöchiges gemeinsames Training, von dem VCO-Zuspielerin Mira Ledermüller sagt: „Das war eine neue Erfahrung und hat uns viel gebracht.“

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Dennoch sehen die Verantwortlichen des VCO der Zukunft schon mit großen Sorgenfalten entgegen – und das gleich aus zweierlei Gründen. „Nach Corona mit den zahlreichen Einschränkungen bekommen wir jetzt das nächste Brett mit der Energiekrise. Immerhin hängen drei Viertel unseres Etats von Sponsoren ab und damit auch von deren wirtschaftlicher Situation“, beschreibt Vorstandsvize Thomas Kettmann die Befürchtungen.

Dabei konnte der VCO das Budget gerade erst erhöhen, machte damit die weitere Professionalisierung im Staff möglich. So unterstützt mit Stefan Ahrens aus Leipzig ein neuer Athletiktrainer die Rennebergs Arbeit, zudem konnte mit Ulrike Schemel eine Expertin für das Scouting gewonnen werden.

„Haben viele Talente in Deutschland“

Weniger Freude bereiten den VCO-Verantwortlichen aber die neuesten Pläne der Deutschen Volleyball-Liga (DVL). „Man will bereits ab der Saison 2023/24 eine eingleisige zweite Bundesliga installieren. Zahlreiche Nordclubs und auch einige aus dem Süden haben sich dafür beworben und ausgesprochen. Als VCO sind wir dabei nur ein notwendiges Übel. Da in dieser künftigen Pro A-Liga keine zweiten Mannschaften mehr zugelassen sind, ist das insgesamt ein Killer für den Nachwuchs“, beklagt Thomas Kettmann. Er erläutert die Sachlage so: „Nach den jetzigen Planungen sind zumindest zwei Stützpunktteams eingetaktet, das wären dann wir und der VCO Berlin. Da diese Liga näher an die 1. Bundesliga herangeführt werden soll, müssen bestimmte Vorgaben zum Beispiel hinsichtlich Hallenboden erfüllt werden. Dabei würden wir keine Erleichterungen bekommen und müssten mit 50 000 bis 100 000 Euro Mehrkosten rechnen.“

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In der jetzigen Staffel, die dann eine dritte Liga wäre, zu bleiben, macht jedoch sportlich keinen Sinn. Denn eigentlich wollen wir ja den Nachwuchs besser und nicht schlechter an die oberste Liga heranführen“, so Kettmann. Das sieht Renneberg genauso: „Wir haben viele Talente in Deutschland, aber der Weg, der jetzt eingeschlagen werden soll, ist sicher nicht der Richtige.“

Von Astrid Hofmann

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