SGD behält die Nerven

Mit Traumtor per Hacke: Dynamo Dresden dreht Spiel gegen Osnabrück

Dynamos Claudio Kammerknecht (2. v. l.) lässt sich nach seinem traumhaften Siegtor per Hacke von Max Kulke (l.), Stefan Kutschke und Paul Will (r.) feiern.

Dynamos Claudio Kammerknecht (2. v. l.) lässt sich nach seinem traumhaften Siegtor per Hacke von Max Kulke (l.), Stefan Kutschke und Paul Will (r.) feiern.

Dresden. Dynamo Dresden hat einen 0:2-Pausenrückstand gegen den VfL Osnabrück gedreht und die Niedersachsen im Drittligaspiel am Sonntag noch mit 3:2 besiegt! Ein Eigentor von Michael Akoto (35.) und Robert Tesches Treffer nach einem Standard (39.) sorgten dafür, dass die Sportgemeinschaft zur Pause mit zwei Toren im Hintertreffen lag. Doch nach dem Seitenwechsel sorgte Ahmet Arslan für den schnellen Anschluss (53.), kurz darauf glich Paul Will mit strammem Schuss aus (57.). Für den Höhepunkt vor 21.762 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion sorgte dann aber Innenverteidiger Claudio Kammerknecht mit einem Traumtor per Hacke (71.). Dabei blieb es. Die SGD feiert einen wichtigen Sieg und bleibt zum sechsten Mal in Folge ungeschlagen.

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Doppelschlag in Dynamo-Magengrube

Trainer Markus Anfang nahm eine Woche nach dem sportlich enttäuschenden 1:1 in Bayreuth drei Änderungen in der Startelf vor: Max Kulke, der zum ersten Mal in dieser Saison von Beginn an aufläuft, sowie Stefan Kutschke und Patrick Weihrauch verdrängten Kevin Ehlers, Manuel Schäffler und Dennis Borkowski auf die Bank. Schon nach 45 Sekunden kam Dynamo erstmals gefährlich vors VfL-Tor, doch Ahmo Arslans scharfe Hereingabe fand keinen Abnehmer im Strafraum. Die Schwarz-Gelben spielten nach vorn, allerdings kam vorerst kein gefährlicher Torabschluss heraus. Bei einem Konter über Kutschke und Gogia blockte Gyamfi einen Schuss von Weihrauch (11.). Akoto (17.) und Gogia (22.) passten zwar gefährlich in die Spitze, Zielspieler Kutschke kam aber jeweils einen Schritt zu spät.

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Auf der Gegenseite hatte SGD-Schlussmann Stefan Drljaca kaum etwas zu tun. Bis zur 31. Minute, als nach einem Querpass Simakala seinen Gegenspieler Jonathan Meier mit einer Finte narrte und blitzschnell abschloss. Der Ball rollte recht knapp am Pfosten vorbei. Dynamo tat nun weniger nach vorn. Und das rächte sich. Einen weiten Flankenball auf Simakala wollte Michael Akoto per Kopf auf seinen Torwart ablegen, doch der Ball flog gegen die Laufrichtung von Stefan Drljaca, der zudem wegrutschte - und deshalb ins Dresdner Gehäuse. Ein übles, aus Dresdner Sicht sehr ärgerliches Eigentor (35.), das die Sportgemeinschaft auch nicht sofort abschütteln konnte. Im Gegenteil: Kurz darauf sogar das 0:2, als Kleinhansls Freistoß genau auf dem Kopf von Robert Tesche landete. Der Routinier hatte keine Mühe, nickte den Ball ins lange Eck (39.).

Gogia zerreißt sein Trikot

Das war ab Mitte der ersten Halbzeit viel zu wenig von den Gastgebern, die sich deshalb über den Zwei-Tore-Pausenrückstand nicht beschweren konnten. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der ganze Frust, als sich „Andy“ Gogia aus Wut über eine Schiedsrichterentscheidung zu sehr beschwerte, dafür Gelb sah und sich auch noch das eigene Trikot zerriss (52.). Dann aber kanalisierten die Dresdner ihren Frust richtig – und wandelten ihn in pure Energie um. Zunächst drückte Ahmet Arslan eine Weihrauch-Flanke über die Linie - Stefan Kutschke hatte VfL-Keeper Kühn vorher irritiert (53.). Dynamo blieb am Drücker und nach einem Lattenkracher von Kutschke wurde der zweite Ball dann doch noch zum Erfolg: Arslan hatte nach einem Flankenball im Strafraum die Übersicht behalten und auf Paul Will zurückgelegt, der den Ball kompromisslos zum Ausgleich in die Maschen drosch (57.).

Dynamo dreht verrückte Partie

Nun war alles wieder offen, doch auch die große Drangphase der Heimelf war erst mal vorbei. Der Schuss des Osnabrückers Kunze ging knapp drüber (60.), Arslans Kopfball am Tor vorbei (64.). Und dann der Geniestreich von Claudio Kammerknecht. Eine flache Hereingabe von Michael Akoto lenkte er einfach per Hacke in die gegnerischen Maschen (71.). Kollektives Ausrasten unter den Dresdner Fans: Ein Traumtor des Innenverteidigers und ein Zwei-Tore-Rückstand war gedreht. In der 76. Minute dann der erste Wechsel bei Dynamo: Manuel Schäffler kam für Stefan Kutschke und hatte gleich eine Superchance, als er frei vor Kühn auftauchte, das Tor aber nur um Haaresbreite verfehlte (80.). Nach 88 Minuten nahm Markus Anfang noch mehr Zeit von der Uhr, brachte Julius Kade und Kyrylo Melichenko für Ahmet Arslan und Akaki Gogia.

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Zwischenzeitlich mussten sich die Dresdner einiger wütender Osnabrücker Angriffe erwehren. Einen Schuss blockte Tim Knipping per Kopf. In der Nachspielzeit blieb Osnabrück dann aber ungefährlich, zwei weite Freistöße in den Dresdner Strafraum pflückte Stefan Drljaca herunter und Tim Knipping packte bei einem VfL-Konter eine Minute vor Schluss die Grätsche aus. Auch die folgende Ecke verteidigte Dynamo konsequent. In der Nachspielzeit war auch noch Lewald für Kulke gekommen. Die Sportgemeinschaft krallt sich nach toller Aufholjagd in der zweiten Halbzeit drei Punkte. Und kann sich nun etwas ruhiger auf das nächste Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Essen vorbereiten.

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