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Eishockey

Lausitzer Füchse verpflichten neuen Coach

Corey Neilson

Corey Neilson

Weißwasser.Irgendwie ist der Begriff „Wundertüte“ in Bezug auf Sportler negativ vorbelegt. Wenn die Lausitzer Eishockey-Füchse aber mit Corey Neilson einen allenfalls in Insiderkreisen bekannten Trainer als Nachfolger für den vor knapp zwei Wochen entlassenen Robert Hoffmann verpflichten, dann ist das mit der „Wundertüte“ auch gar nicht despektierlich gemeint. Denn grundsätzlich muss zudem die Situation im Fuchsbau in die Gesamtbewertung einbezogen werden.

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Schließlich war Ex-Coach Hoffmann bei den Cracks sehr beliebt. Seine Aufforderung unmittelbar nach dem am Ende der vergangenen Spielzeit gesicherten Klassenerhalt: „Heute wird gesoffen“, ist inzwischen legendär. Nicht weniger Akteure hatten ihre Verträge beim EHC verlängert, weil auch „Hoffe“ blieb. Nun also tritt Neilson dessen Erbe bei den Blau-Gelben an. Der Kanadier übernimmt ein bereits fast komplett zusammengestelltes Team, bei dem nur noch die vierte und letzte Kontingentstelle zu besetzen ist. Wer aber ist Corey Neilson?

Der in Oromocto geborene Kanadier spielte bis 2006 sehr erfolgreich in Nordamerika, unterbrochen von einem einjährigen Gastspiel beim EC Timmendorfer Strand in der damals dritthöchsten deutschen Spielklasse (1998/99). Zur Spielzeit 2006/07 wechselte der heute 41-Jährige endgültig nach Europa, zu den Nottingham Panthers in die britische Elite Ice Hockey League (EIHL). Dort fungierte er ab 2008 sogar als Spielertrainer, übernahm den Club 2013 als Head-Coach und wurde gleichzeitig Co-Trainer der britischen Nationalmannschaft. Mit der schaffte er 2017 den Aufstieg in die Division IA, sozusagen die zweithöchste „Weltliga“ nach der Top-Division.

Mit Nottingham wurde er 2013 und 2016 britischer Meister, im Vorjahr Dritter der EIHL. „Wir sind sehr froh, so kurzfristig einen erfahrenen Trainer, der auch unser Anforderungsprofil erfüllt, gefunden zu haben. Corey passt von seiner Arbeitsweise her perfekt in das Kooperationsmodell mit den Eisbären Berlin. Wir sind überzeugt davon, dass wir mit ihm gut vorbereitet in die neue Saison gehen werden“, erklärte EHC-Geschäftsführer Dirk Rohrbach das Ende der „verrückten Trainer-Tage“ im Fuchsbau.

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Corey Neilson ergänzte: „Ich bin sehr glücklich, dass ich die Chance in Weißwasser bekomme. Ich sehe die Mannschaft als eine sehr gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern. Wir wollen schnelles und attraktives Eishockey spielen, als Team auftreten und uns von Tag zu Tag verbessern.“ Vorrangige Aufgabe des neuen Übungsleiters aber wird sein, die Mannschaft zu einen und hinter sich zu bringen. Schon deshalb ist die Verpflichtung des in Deutschland eher unbekannten Coaches von Vorteil. Denn „alte Befindlichkeiten“ kann es so nicht geben. Wie Neilson wirklich tickt, das werden in Kürze alle erfahren, denn am Dienstag kommt er in die Lausitz und übernimmt am Mittwoch seine neue Mannschaft.

Von Sebastian Mathieu

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