3. Liga

Kutschke trifft: Dynamo Dresden gewinnt auch beim MSV Duisburg

Stefan Kutschke bejubelt sein Tor des Tages.

Stefan Kutschke bejubelt sein Tor des Tages.

Duisburg/Dresden. Dritter Dreier in Folge für Dynamo Dresden: Die Schwarz-Gelben gewannen am Sonntagnachmittag ihr Auswärtsspiel beim MSV Duisburg mit 1:0 (0:0). Wie schon beim 1:0 in Aue zwei Wochen zuvor war es auch diesmal ein glücklicher Sieg. Spielentscheidend diesmal ein Strafstoß, den Stefan Kutschke zum Tor des Tages nutzte (72.). Vor 13577 Zuschauern in der Schauinsland-Reisen-Arena, darunter 1200 mitgereiste Dresdner Fans, hatte ausgerechnet Ex-Dynamo Sebastian Mai mit seinem Foulspiel den Elfer verursacht.

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Dynamo im Glück: kein Elfer für Duisburg

Eine reichliche Woche nach Dynamos 3:0-Heimsieg gegen die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund nahm SGD-Trainer Markus Anfang, selbst einst MSV-Kicker, eine Startelf-Änderung vor: Dennis Borkowski begann für Christian Conteh, der sich bei einem Dortmunder Foul eine Sprunggelenksverletzung zugezogen hatte. Aus dem Spiel heraus ging wie gegen die BVB-Bubis erneut kaum etwas für die Sportgemeinschaft. In der ersten Halbzeit brachte sie keinen gescheiten Torschuss zu Stande.

Duisburg allerdings auch nicht. Der einzige Ball aufs Tor von Stefan Drljaca vorm Seitenwechsel kam von Chinedu Ekene (33.). Allerdings hatten die Schwarz-Gelben in der Anfangsphase einmal Glück: Marvin Ajani war frei durch, als ihn Claudio Kammerknecht abräumte. Den Ball berührte der Dresdner Verteidiger allenfalls leicht. Da hätten sich die Gäste aus Sachsen nicht über einen Strafstoß beschweren dürfen, doch die Pfeife von Schiedsrichter Lukas Benen blieb stumm (12.).

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Zu viele Fehlpässe der Dresdner

Danach leisteten sich die Dresdner viele Fehlpässe im Spielaufbau und dadurch leichte Ballverluste, was letztlich zu einem spielerischen Übergewicht der „Zebras“ führte. Doch das konnten sie nicht für sich nutzen. Auch Ex-Dynamo Sebastian Mai, heute Innenverteidiger in Duisburger Diensten, konnte nach etwa einer halben gespielten Stunde allenfalls eine Halbchance verbuchen. Schön anzuschauende Fußballspiele gehen irgendwie anders.

In der zweiten Hälfte ging es vorerst so weiter. Hinzu kam noch Verletzungspech: War Tim Knipping seit einem Zusammenprall mit Ekene (47.) zumindest angeschlagen, erwischte es Michael Akoto schwerer: Nach einem Kopfballduell blieb er benommen liegen, musste runter vom Feld. Markus Anfang vollzog bei der Gelegenheit gleich einen Doppelwechsel, brachte Patrick Weihrauch und Kyrylo Melichenko für den gelbbelasteten Arslan und den verletzten Akoto (61.).

Mai verursacht Strafstoß, Kutschke trifft

In der 71. Minute dann wie aus dem Nichts die entscheidende Szene: Ausgerechnet Sebastian Mai hatte beim Klärungsversuch das Bein viel zu weit oben, traf Melichenko mit dem Fuß im Gesicht. Schiedsrichter Benen zeigte dem einstigen Dresdner die Gelbe Karte und bat diesmal zum Foulelfmeter. Und die Chance ließ sich Stefan Kutschke nicht nehmen, schoss humorlos ins linke untere Eck ein. Dynamos erster und einziger Schuss auf Tor in der 72. Spielminute brachte die schmeichelhafte Führung gegen die Meidericher.

Stefan Kutschke trifft vom Punkt.

Stefan Kutschke trifft vom Punkt.

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Die hätten fast postwendend geantwortet und jubelten auch schon kollektiv, doch Moritz Moritz Stoppelkamps Freistoß aus 20 Metern ließ nur das Außennetz wackeln (75.). MSV-Trainer Torsten Ziegner reagierte mit vier Wechseln innerhalb weniger Minuten, bei Dynamo kamen noch Julius Kade für den harmlos gebliebenen Dennis Borkowski (78.) sowie Jakob Lewald und Paul Lehmann für Kutschke und Niklas Hauptmann (89.). In der dritten Minute der Nachspielzeit gab es noch mal eine gute Freistoßposition nach Foul an Jonathan Meier, doch Patrick Weihrauch setzte den Ball in die gegnerische Mauer.

Zum dritten Mal in Folge zu null

Nach zu langen sechs Minuten Nachspielzeit war Schluss in diesem schwachen Spiel. So war letztlich erneut ein Standard entscheidend. Zum dritten Mal in Folge gewinnt Dynamo, zum dritten Mal in Folge auch zu null. Doch zum dritten Mal in Folge ging auch nach vorn weniger als beim Gegner. Diesmal sogar deutlich zu wenig. Oder wenn man es positiv sieht: 100 Prozent Chancenverwertung! Da den Duisburgern ein recht klarer Elfmeter verwehrt wurde, war dies letztlich wie schon zwei Wochen zuvor beim FC Erzgebirge Aue ein Dresdner Duselsieg. Mit weiteren drei Punkten im Gepäck treten die Dynamos ihre Heimreise an.

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