3. Liga

In Duisburg: Dynamo Dresdens Michael Akoto will es besser machen

Dynamos Michael Akoto setzt im Spiel gegen die Dortmunder Reserve zu einem Torschuss an.

Dynamos Michael Akoto setzt im Spiel gegen die Dortmunder Reserve zu einem Torschuss an.

Dresden. Tore aus dem Spiel heraus zu erzielen, stellt sich gerade für Dynamo Dresden als Problem dar. Auch Michael Akoto hatte beim 3:0-Sieg gegen Borussia Dortmund II einen Treffer auf dem Fuß, jagte den Ball aber knapp am Pfosten vorbei. Nachher sah er sich die Chance noch mal im Video an – "um zu schauen, wie ich den Ball besser hätte platzieren können", sagt der 24-Jährige. Viel fehlte wirklich nicht, aber so blieb es bei drei Standardtoren. Auch nicht schlecht, aber dass es immer so läuft, darauf ist kein Verlass.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Ein Grund dieser Entwicklung sind die bisherigen acht Pflichtspiele (je vier Siege und Niederlagen) dieser Saison, für die allesamt gilt: Kassierte Dynamo Gegentore, verlor man die Partie jeweils knapp und unabhängig davon, wie oft man vorn selbst traf – der Extremfall war die 3:4-Heimpleite gegen 1860 München. Resultat: null Punkte, 6:10 Tore. Doch stand hinten die Null, gewann die SGD jeweils. Resultat hier: zwölf Punkte, 8:0 Tore.

„Das hat sich im Spiel einfach so mit der Zeit ergeben“

Die Schlussfolgerung von Chefcoach Markus Anfang lag auf der Hand: „Der Trainer hat den Fokus vermehrt auf die Defensive gelegt, denn wenn du zu null spielst, haben wir vorne so viel Qualität, um vorne auch mal eins zu machen“, erklärt Akoto, der als rechter Außenverteidiger seinen Anteil am jüngsten Erfolg des Dresdner Abwehrverbundes hat, der zuletzt gegen Aue und Dortmund ohne Gegentore blieb.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Hinzu komme, dass die aus Kapitän Tim Knipping, Youngster Kevin Ehlers und Neuzugang Claudio Kammerknecht formierte Dreierkette an Routine gewinne: „Drei sehr, sehr stabile Innenverteidiger, die sowohl mit dem Ball als auch gegen den Ball gut können. Man muss auch sagen, dass uns das als Mannschaft definitiv Stärke gibt“, lobt Akoto seine Nebenleute und fordert: „Defensive Stabilität haben wir hinbekommen und jetzt gilt es, nach vorne mehr Kreativität reinzubringen.“

Lesen Sie auch

Dabei weiß der Deutsch-Ghanaer: „Fußball ist in erster Linie ein Ergebnissport. Nichtsdestotrotz ist es so, dass man als Fußballer schon schmackhaften Fußball spielen will – aber auch erfolgreich. Ich bin da eigentlich guter Dinge, dass der Trainer einen guten Plan hat“, sieht er bei Anfang das richtige Maß. Bei ihm könnte Akoto auch andere Rollen als auf der rechten Außenseite bekleiden, denn er ist gelernter Innenverteidiger und spielte auch schon als Sechser vor der Abwehr.

Seine aktuelle Hauptaufgabe? „Dass der Schienenspieler versucht, mit nach vorne zu gehen. Aber für mich ist es natürlich einen Tick einfacher, wenn ich Chris Conteh vor mir habe. Er macht den offensiveren und ich den defensiveren Part. Das hat sich im Spiel einfach so mit der Zeit ergeben.“ Dumm nur, dass sich Conteh gegen den BVB II am Sprunggelenk verletzte und nun lange ausfällt. Also wird sich Akoto beim nächsten Spiel am Sonntag in Duisburg mit einem neuen Vordermann arrangieren müssen.

„Absolute Vorfreude“

Ins Ruhrgebiet reist der Defensiv-Allrounder, der aktuell seine zweite Saison im schwarz-gelben Trikot erlebt, mit einem klaren Ziel: „Als Fußballer will man jedes Spiel gewinnen. Ich denke nicht, dass wir als Mannschaft nach Duisburg fahren und sagen, dass wir 0:0 spielen wollen.“ Gegen die „Zebras“ kommt es auch zum Wiedersehen mit Sebastian Mai, der in der Vorsaison noch an Akotos Seite bei Dynamo verteidigte. Akoto verspürt darauf „absolute Vorfreude. Basti ist ein Supertyp, ich mag ihn sehr gerne. Ich glaube, er freut sich auch auf das Spiel.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Und da es eben kein Remis werden soll: Sieger kann es nur einen geben. Welche Kräfte der angepeilte dritte Triumph in Serie bei Dynamo freisetzen könnte, weiß Michael Akoto genau: „Jeder, der letzte Saison im Stadion war, hat irgendwann gemerkt, dass den Spielern, die auf dem Platz waren, Selbstvertrauen gefehlt hat. Jetzt, wenn man anfängt, wieder Spiele zu gewinnen, kriegt man eine breitere Brust. Alles andere kommt dann automatisch dazu.“ Sicher auch mal wieder mehr Toreaus dem Spiel heraus.

Von Caroline Grossmannund Stefan Schramm

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen