3. Liga

Dynamo Dresden kassiert Rückschlag: 1:2-Niederlage bei Viktoria Köln

Die Viktoria jubelt, die SGD lässt die Köpfe hängen: Dynamo Dresden verliert mit 0:2 in Köln.

Die Viktoria jubelt, die SGD lässt die Köpfe hängen: Dynamo Dresden verliert mit 0:2 in Köln.

Köln/Dresden. Dynamo Dresden hat zum Ende der Englischen Woche einen Rückschlag kassiert. Die Schwarz-Gelben verloren ihr Drittliga-Gastspiel bei Viktoria Köln am Sonnabend mit 1:2. „Ahmo“ Arslan hatte die Sportgemeinschaft vor 3412 Zuschauern im Sportpark Höhenberg Köln zunächst in Führung gebracht (14.). Noch vor dem Seitenwechsel drehte Robin Meißner per Doppelpack die Partie (22., 43.). Dabei blieb es bis zum Schluss, so dass Ex-Dynamo-Trainer Olaf Janßen mit den Rheinländern seinen ersten Sieg gegen die Sachsen feiern konnte.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Erster Dresdner Schuss sitzt

Zum Ende der Englischen Woche rotierte Dynamo-Chefcoach Markus Anfang auf vier Positionen: Jan Shcherbakovski, Kyu-Hyun Park, Julius Kade und Manuel Schäffler ersetzten Christian Conteh, der sich beim 2:0 am Mittwoch gegen Verl verletzt hatte und nicht im Kader stand, Jonathan Meier, Patrick Weihrauch und Stefan Kutschke (alle Bank). Von dort sahen sie, dass sich der Anpfiff um zehn Minuten verzögerte, da wohl aufgrund einer Zugverspätung noch längst nicht alle Dresdner Fans im Stadion waren.

Nach einem zunächst abwartenden Beginn ging Dynamos erster Torschuss gleich in die Maschen. Dennis Borkowski dribbelte auf der linken Seite und fand mit seinem tödlichen Pass Manuel Schäffler, der frei durch war. Als ihm Torwart Ben Voll entgegenstürzte, legte er mit gutem Auge quer auf „Ahmo“ Arslan, der nur noch einschieben musste (14.). Bei Borkowskis Pass stand Julius Kade zwar im Abseits, griff aber nicht ein. Florian Exner gab den Treffer korrekterweise.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Kölner gleichen schnell aus

Gut getan hat das dem Dresdner Spiel jedoch nicht. Denn nun kamen plötzlich die Gastgeber von der rechten Rheinseite zu Torchancen. Simon Handles ersten Torschuss aus 20 Metern hielt Stefan Drljaca (17.), den zweiten Versuch eine Minute später blockte Claudio Kammerknecht. Als nächstes verpasste Kevin Lankford um Haaresbreite eine scharfe Hereingabe von Marcel Risse (20.). Und dann der Ausgleich: Robin Meißner drang ein, zwei Meter in den Strafraum ein, zog aus der Distanz ab, tunnelte dabei Kyrylo Melichenko und traf ins kurze Eck (22.). Stefan Drljaca hatte keine freie Sicht.

In der direkt anschließenden Trinkpause bei Temperaturen von 33 °C hatten die Schwarz-Gelben erst mal Gelegenheit, sich ein bisschen zu sortieren. Die richtige Ordnung haben sie jedoch nicht gefunden. Die Rheinländer blieben mutig und spielfreudig. Bei einem schönen Angriff über Sontheimer stand Park zum Glück aus Dresdner Sicht in Meißners Schussbahn und wehrte dadurch ab (38.). Spätestens jetzt hatte man das Gefühl, dass die Viktoria näher am zweiten Tor war als ihre 600 Kilometer weit gereisten Gäste aus Sachsen.

Meißner erhöht vor der Pause

Und das Gefühl trügte nicht, sondern sollte sich noch vor der Pause bewahrheiten. Robin Meißner schlug zum zweiten Mal zu, nachdem Dynamo nun auch defensiv viel zu passiv agierte. Nach einem von Melichenko zunächst abgewehrten Versuch kam unmittelbar der zweite Ball, Will und Kammerknecht gaben ihren Gegnern jedoch nur Geleitschutz. Knipping warf sich noch in Meißners Schuss, doch der Ball saß. Plötzlich lagen die Dresdner mit 1:2 hinten – Spiel kurz vor der Pause gedreht.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit stellte Dynamo um auf 3-5-2, für den bei seinem Startelfdebüt zu blass gebliebenen Shcherbakovski kam Kevin Ehlers als dritter Verteidiger. Köln blieb mutig, SGD-Kapitän Knipping musste gleich nach Wiederanpfiff Schwerstarbeit leisten und Sontheimer und Meißner jeweils in aussichtsreicher Position blocken (48.). Doch die Dresdner schnupperten durchaus auch am Ausgleich durch Dennis Borkowskis Schuss (55., gehalten) und Paul Wills Freistoß (62., vorbei).

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Anfang bringt frische Kräfte

Dann kurzes Durchatmen bei der SGD: Marcel Risses Schlenzer nach einer Ecke setzte auf der Latte auf – das wäre sehr eng geworden für Drljaca (65.). Nun musste Markus Anfang reagieren. Er brachte erst Patrick Weihrauch und Yannick Stark für Julius Kade und Paul Will (71.) und dann Stefan Kutschke und Jonathan Meier für Dennis Borkowski und den gelb-rot-gefährdeten Kyu-Hyun Park (78.). Damit war das Dresdner Wechselkontingent erschöpft – reichlich zehn Minuten verblieben, um den Ausgleich zu erzielen.

Weihrauch hatte die erste große Chance, doch sein Schuss landete auf dem Tornetz (83.). Am Ende lief den Dynamos gnadenlos die Zeit davon. Auch die zusätzlichen fünf Minuten Nachspielzeit konnten sie nicht in klare Torchancen ummünzen. Das war letztlich einfach zu wenig. Die Rückkehr von Markus Anfang in seine Heimatstadt Köln misslang. Die Dresdner Mini-Serie von zwei Siegen ist damit schon wieder vorbei.

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen