DEL2

Lausitzer Füchse trotz guter Spiele mit leeren Händen

Marco Bassler von den Lausitzer Füchsen bekämpfte Krefelds Nikonor Dobryskin (r.) auf allen Ebenen. Dennoch ging die Partie verloren.

Marco Bassler von den Lausitzer Füchsen bekämpfte Krefelds Nikonor Dobryskin (r.) auf allen Ebenen. Dennoch ging die Partie verloren.

Weißwasser. Die Freude über die vier Siege in Folge währte im Fuchsbau nur kurz. Denn inzwischen stehen schon wieder drei Niederlagen in Serie in den Resultatslisten. Dabei kann das gesamte letzte Wochenende unter der Rubrik „bittere Pille“ eingeordnet werden. Denn die Lausitzer Füchse boten zwei richtig gute Partien, stehen aber doch mit leeren Händen da.

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Gegner nutzt Überzahlspiel besser

Beim Match am vergangenen Freitag in Freiburg führten die Weißwasseraner mit 1:0, 3:1 und 4:3. Schlussendlich aber musste man sich mit 4:7 geschlagen geben. Erst als die Schwarzwälder mit 5:4 in Führung gegangen waren, gab es auch mal eine Strafe für sie. Bis dahin wurden sechsmal stets blau-gelbe Cracks eliminiert. Das Spiel zum Kippen hatte eine Zwei-plus-zwei-Minuten-Strafe für Hunter Garlent in Minute 35 gebracht. Nach einem nicht geahndeten Stockfoul an seinem Reihen-Spezie Roope Mäkitalo echauffierte sich der EHC-Goldhelm und musste büßen. Beide Powerplays nutzten die Breisgauer zu Treffern und zogen so den Ostsachsen den Nerv.

Zur Wahrheit des Spiels gehört aber auch, dass die Oberlausitzer in vier von sieben Unterzahlspielen ein Gegentor kassierten und bei eigenem zweimaligen Spielervorteil nichts zustande brachten. „Ich bin ehrlich und muss sagen, dass meine Mannschaft in den Spiegel schauen muss und diese Strafen vermeiden sollte. Aber andererseits gab es auch für das Spiel einen Plan bei Fünf gegen Fünf. In meinen Augen waren wir da über die Hälfte des Spiels die bessere Mannschaft. Aber dann stehen die Strafzeiten mit 6:0 gegen meine Mannschaft. Ich muss mir das im Video anschauen, wo unsere Schläger waren und was wirklich passiert ist. Aber das hat nichts damit zu tun, dass Freiburg die Überzahl genutzt hat. Die Special-Teams haben uns heute das Spiel gekostet“, fasste es Trainer Petteri Väkiparta angefressen zusammen.

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Bestes Saisonspiel, aber kein Ertrag

Auch zwei Tage später war der Eishockeygott den Füchsen nicht gewogen. Die absolvierten daheim gegen den DEL-Absteiger aus Krefeld ihr bisher bestes Saisonspiel, mussten sich aber mit 1:2 beugen. Drei Dinge waren für diesen völlig unnötigen Spielverlust ausschlaggebend: Der EHC konnte im ersten Drittel nur eines von vier Überzahlspielen zu einem Tor nutzen, sündigte auch im Mittelabschnitt bei der Chancenverwertung und sah sich mit Hendrik Hane einem Goalie gegenüber, der mehr als ein Dutzend Hochkaräter entschärfte. „Wir hatten unsere liebe Müh und Not 40 Minuten lang. Danach haben wir sicher nicht großartig gespielt, aber dann gut dagegengehalten und doch noch einen Weg gefunden, diese Partie zu gewinnen“, atmete Pinguins-Coach Peter Draisaitl nach dem nicht wirklich verdienten Sieg auf.

Füchse-Stürmer Tim Detig, der sein 100. DEL2-Spiel bestritten hatte, räumte ein: „Das ist total frustrierend! Wir waren zweimal über weite Strecken der Spiele das bessere Team. Wenn die drei Punkte dann so weggehen, dann ärgert das sehr. Andererseits konnten wir zeigen, dass wir absolut konkurrenzfähig und mit der Gegnerschaft auf Augenhöhe waren.“ Gute Leistungen allein aber zählen nicht. Und am kommenden Wochenende warten bereits die nächsten anspruchsvollen Aufgaben, wenn es am Freitag nach Bad Nauheim geht und Sonntag ab 17 Uhr Landshut in der Lausitz gastiert.

Von Sebastian Matthieu

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