Spielverlegung

Frisch Auf Wurzen empfängt Dynamo Dresden am Sonntag in Pirna

Dynamo Dresden bestreitet gern Testspiele in Pirna-Copitz. Hier trifft Osman Atilgan 2018 in einem Vergleich mit dem FK Usti nad Labem zum 2:2.

Dynamo Dresden bestreitet gern Testspiele in Pirna-Copitz. Hier trifft Osman Atilgan 2018 in einem Vergleich mit dem FK Usti nad Labem zum 2:2.

Dresden. Wegen Sicherheitsbedenken kann das Drittrundenspiel im Fußball-Sachsenpokal zwischen dem ATSV Frisch Auf Wurzen und Dynamo Dresden am kommenden Sonnabend (16 Uhr) nicht wie geplant im Ilburg-Stadion von Eilenburg stattfinden. Nun haben sich beide Vereine in Abstimmung mit dem Sächsischen Fußball-Verband (SFV) darauf geeinigt, die Partie zwischen dem Landesklässler und dem Drittligisten ins Willy-Tröger-Stadion nach Pirna-Copitz zu verlegen. Sie soll aber jetzt am Sonntag zur gleichen Zeit über die Bühne gehen, denn dann steigt zeitgleich das Pokalspiel zwischen Chemie und Lok Leipzig.

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Dynamo spielt gern und oft in Pirna

Die 4000 Zuschauer fassende, gut gepflegte Sportstätte am Nordufer der Elbe bietet ordentliche Bedingungen für die Austragung der Partie, der dort beheimatete VfL hat die Dynamos immer wieder mal zu Gast, wenn diese Testspiele unweit der Elbmetropole austragen wollen. VfL-Präsident Stefan Bohne arbeitete früher selbst einmal als Geschäftsführer bei Dynamo, er besitzt gute Verbindungen zu den Schwarz-Gelben. Beim letzten Landesliga-Spiel der Pirnaer in Dresden-Laubegast, das die Pirnaer 2:1 gewannen, saß mit Nico Däbritz auch ein ehemaliger Dynamo-Profi auf der Trainerbank. Und VfL-Pressesprecher Ronny Zimmermann war bis vor wenigen Tagen Leiter der Abteilung Kommunikation und Medien bei der Sportgemeinschaft.

Chaoten drohten mit Randale

Notwendig wurde die Verlegung des Spiels, weil Fans des Regionalligisten 1. FC Lok Leipzig damit drohten, Fans der Dresdner in Eilenburg attackieren zu wollen. Dresdner Hooligans hatten Anhängern der Leipziger am 4. September aufgelauert, als die zum Sachsenpokalspiel bei Borea Dresden anreisten. Nach heftigen Schlägereien ermittelt die Polizei wegen schweren Landfriedensbruchs. Da dem ATSV Frisch Auf Wurzen das Risiko von Krawallen in Eilenburg zu hoch erschien und man für die Sicherheit keine Garantien abgeben wollte, bat die Mannschaft aus der Landesklasse Nord um Verlegung. Dynamo willigte ein und sagte zu, bei der Suche nach einem Spielort im Raum Dresden zu helfen. Nun ist die Wahl auf Pirna gefallen. Bereits von den Wurzenern verkaufte Karten sollen gültig bleiben. Dass man jetzt am Sonntag spielt, hat den Vorteil, dass die Lok-Fans dann beim Sachsenpokal-Stadtderby bei Chemie Leipzig zu Gast sind. Der Anreiz für die gewaltbereiten Hooligans, nach Pirna zu reisen, ist so noch geringer. Sie werden ihre „Abrechnung“ mit den SGD-Schlägern wohl auf später verschieben müssen.

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Verband dankt Vereinen für Abhilfe

Beim Sächsischen Fußball-Verband ist man froh über die Lösung. Volkmar Beier, der Spielausschussvorsitzende sagte in einem Statement auf der SFV-Homepage: „Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für das rasche und kooperative Handeln. Der Pokalwettbewerb lebt nicht zuletzt vom Duell Klein gegen Groß, was allerdings für die kleineren Vereine, neben dem eigentlichen sportlichen Highlight, meist einen erheblichen Organisationsaufwand erfordert. Um so erfreulicher ist es, dass hier eine ressourcenschonendere Lösung gefunden wurde, die den sportlichen Belangen gerecht wird.“

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