3. Liga

Dynamo Dresdens Nullnummer gegen Zwickau: die Stimmen zum Spiel

Dynamo-Trainer Markus Anfang versucht, sich von der Seitenlinie aus bei seinen Spielern Gehör zu verschaffen.

Dynamo-Trainer Markus Anfang versucht, sich von der Seitenlinie aus bei seinen Spielern Gehör zu verschaffen.

Dresden. Am Ende standen keine Tore auf der Anzeigetafel im Rudolf-Harbig-Stadion. Im Sachsenderby trafen weder die im Abstiegskampf steckenden Zwickauer, noch die Gastgeber aus Dresden, die sich seit Wochen in einer Ergebniskrise befinden. Wir haben die Protagonisten um ihre Meinung zu dieser Nullnummer gebeten.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Markus Anfang (Trainer Dynamo Dresden): Die Möglichkeiten waren da. Das Spiel selbst hat es hergegeben, dass wir Tore machen können. Aber wir haben sie nicht gemacht. Das ist jetzt das zweite Spiel hintereinander, wo wir da vorne kein Tor gemacht haben. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wir hatten Chancen und haben sie nicht gemacht. Wir müssen nicht auf andere zeigen, sondern auf uns selbst. Am Ende musst du solche Spiele dann für dich entscheiden. Das machen die Mannschaften, die gerade oben dabei sind. Die gewinnen diese Spiele mit einer Leichtigkeit - und das machen wir nicht.

Joe Enochs (Trainer FSV Zwickau): Ich bin unheimlich stolz, aber nicht nur auf die Leistung heute. Wir hatten zwei ganz schwere Auswärtsspiele innerhalb von drei Tagen, davor zu Hause gegen Osnabrück. Hut ab vor der Mannschaft, was sie heute auf den Platz bringen konnten, drei Spiele innerhalb von sechs Tagen, dabei zwei Auswärtsspiele. Das ist schon enorm. Ich bin sehr, sehr, sehr stolz. Pommes war da, als wir ihn gebraucht haben. Natürlich gab es ein paar knifflige Situationen, die wir überstehen mussten, aber ich würde nicht sagen, dass wir nur hinten drin gestanden haben. Wir hatten gerade in der ersten Halbzeit die besseren Chancen.

Akaki Gogia (Dynamo-Spieler): Bei uns fehlte am Ende der letzte Punch, im letzten Drittel oder im Sechzehner, der unbedingte Wille, das Tor zu machen - irgendwie hat das heute gefehlt. Wir hatten natürlich auch heute nicht das Quäntchen Glück auf unserer Seite. Aber das müssen wir uns erarbeiten. Da müssen wir dranbleiben. Die Situation ist so, wie sie ist, wir müssen weiter an das glauben, was wir können, das noch überzeugender auf den Platz zu bringen. Das hat generell in der Hinrunde nicht so geklappt. Das werden wir jetzt versuchen, in der Rückrunde und auch im nächsten Spiel. Wir haben noch ein Pokalspiel vor uns. Es ist gerade alles schwierig.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Tim Knipping (Dynamo-Kapitän): Eine absolute Enttäuschung. Ich habe absolutes Verständnis für die Fans. Wir wollten heute einfach für uns mit einem Sieg in die Meisterschafts-Pause gehen. Das ist uns nicht gelungen und das müssen wir uns definitiv ankreiden. Ich denke, dass wir es bis zum Sechzehner immer ganz gut machen, aber letztendlich hilft das natürlich nicht viel, denn die Spiele werden vorne oder hinten im Sechzehner entschieden. Da waren wir jetzt die letzten Wochen nicht konsequent genug. Vor paar Wochen haben wir einfach im Sechzehner nicht konsequent genug verteidigt, sind deshalb auf die Nase gefallen und jetzt in den letzten beiden Spielen muss man einfach sagen, dass da die letzte Kaltschnäuzigkeit gefehlt hat. Das ist natürlich schlimm, denn du kannst noch so viel taktieren und rumhantieren, der Trainer kann uns alles vorgeben, aber die Tore müssen wir eben auf dem Platz rein schießen - und das gelingt uns aktuell nicht.

Manuel Schäffler (Dynamo-Stürmer): Es tut unfassbar weh und ist unfassbar blöd, dass wir die Dinger momentan nicht über die Linie kriegen. Aber ich bin kein Mensch, der aufsteckt und versucht, irgendwo Fehler zu suchen, sondern es geht darum, dass wir alle unsere eigenen Leistungen hinterfragen, Gas geben und unsere Leistungen verbessern, um am Ende ein besseres Spiel abzuliefern. Dass wir den Elfmeter nicht bekommen, ist genau das, was zum Rest des Spiels auch passt. In den Situationen haben wir auch nicht das nötige Glück, um das Ding einfach drüber zu drücken. Wir müssen über diesen Schweinehund drüber, den Bock gemeinsam umstoßen und können am Mittwoch gegen Plauen auf jeden Fall den nächsten Schritt machen.

Sven Müller (Dynamo-Torwart): Wir müssen das Spiel jetzt gut analysieren, warum es auch in den letzten Wochen gelegen hat. Wir haben jetzt in zwei Spielen hintereinander kein Tor gemacht, jetzt auch mal zu Null gespielt, aber dafür können wir uns auch wenig kaufen. Für einen Torhüter ist es immer gut, die Null zu halten. Ich glaube auch, dass ich von Spiel zu Spiel besser reingekommen bin, weil es immer schwierig ist, mitten in der Saison reingeworfen zu werden. Freiburg war ein bisschen ärgerlich aus meiner Sicht, das muss ich zugeben, habe das auch der Mannschaft gesagt, das nehme ich auf meine Kappe. Aber ich glaube, in den letzten Spielen habe ich trotzdem gut Ruhe reingebracht.

Von Caroline Grossmann

Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken