Vor der Reise in den Ruhrpott

Dynamo Dresden will in Essen einen Aufstiegsrang erobern

Markus Anfang gibt im Training lautstark Anweisungen an seine Spieler.

Markus Anfang gibt im Training lautstark Anweisungen an seine Spieler.

Dresden. Wenn Dynamo Dresden am Sonnabend (14 Uhr/MDR und WDR live) bei Rot-Weiss Essen zu Gast ist, dann haben die Schwarz-Gelben wieder die Chance, erstmals in dieser Drittliga-Saison einen der Aufstiegsränge zu erkämpfen. Doch Trainer Markus Anfang schaut vor der Partie im Stadion an der Hafenstraße nicht auf die Tabelle, er konzentiert sich auf das Spiel als solches, denn er erwartet dort eine unbequeme Mannschaft, „die zu Hause leidenschaftlich kämpfen wird, alles dafür tun wird, ihr Tor zu verteidigen und nach vorn immer wieder schnelle Konteraktionen zu haben“. Der 48-Jährige weiß, dass die Essener aktuell zu Hause schwer zu bezwingen sind: „In den letzten beiden Heimspielen sind sie mit drei Punkten rausgegangen. Sie haben gegen Saarbrücken gewonnen, gegen Aue gewonnen, gegen Ingolstadt auch gepunktet.“ Nichtsdestotrotz wollen die Dresdner ihrerseits die Maximalausbeute an Punkten einfahren und mit etwas Schützenhilfe der Konkurrenz in die Aufstiegsränge vordringen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Weihrauch will Rückenwind aus dem letzten Spiel nutzen

Anfangs Mannschaft verspürt nach dem 3:2-Heimsieg gegen den VfL Osnabrück und nun schon sechs Spielen ohne Niederlage ebenfalls Rückenwind, möchte das ausnutzen. Regisseur Patrick Weihrauch erklärte auf der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag: „Wir können nach der Aufholjagd gegen Osnabrück mit breiter Brust nach Essen fahren, sollten dort unser Spiel durchziehen.“ Jeder müsse sich – so wie gegen Osnabrück – die Freude am Spiel bewahren: „Ich hatte das Gefühl, dass jeder Bock hatte, jeder den Ball haben wollte. Ich glaube, dass es wichtig ist, das mitzunehmen“, sagte der 28-Jährige, der noch nie gegen Essen gespielt hat und nun im Ruhrpott ein für ihn neues Stadion kennenlernt.

Markus Anfang über Rot-Weiss Essen
Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Trainer Anfang hat Essener schon beobachtet

Für seinen Trainer, der früher als Profi für verschiedene Vereine in der Nachbarschaft der Essener spielte, ist die 2013 nach Modernisierung wiedereröffnete Arena an der Hafenstraße kein unbekanntes Terrain. Er war auch in dieser Saison schon einmal als Zuschauer dort, beobachtete die Rot-Weißen am 19. September, als sie den 1. FC Saarbrücken mit 1:0 bezwangen. Er weiß, dass er Tabellen-14. aus Essen schon der heißen Atmosphäre wegen eine harte Nuss für seine Mannschaft wird. Die Dresdner Startformation dürfte nach der guten Leistung gegen Osnabrück aber nicht viel anders aussehen, wenn die Partie am Sonnabend vor knapp 20.000 Zuschauern angepfiffen wird. Obwohl Robin Becker in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, ist der Außenverteidiger noch keine echte Alternative. Außer ihm kehrte auch noch kein anderer Spieler aus dem Lazarett ins Training zurück: „Grundsätzlich ist das Personal so geblieben, wie es auch gegen Osnabrück war“, informierte Anfang. Gut möglich ist, dass er auch in Essen wieder mit Max Kulke auf der Sechserposition beginnt – der 21-Jährige hatte gegen den VfL in seinem ersten Saisonspiel von Beginn an überzeugt und sich für weitere Einsätze empfohlen.

Vor Essen-Spiel Dynamo trainiert öffentlich

Weihrauch: Spannung im Training weiter hoch

Nachdem Anfang vor dem Spiel gegen Osnabrück eine recht harte Trainingswoche mit besonders kritischer Ansprache durchgezogen hatte, hat der Coach nach dem Sieg gegen die Lila-Weißen nicht etwa einen Gang zurückgeschaltet, sondern die Spannung im Training hochgehalten. Niemand habe Zeit, sich nach der Partie gegen Osnabrück zurückzulehnen, ist er Kölner überzeugt. Und auch die Mannschaft hat offenbar verstanden, dass es nicht ohne vollen Einsatz geht: „Es war genauso viel Feuer drin“, versicherte Mittelfeldspieler Weihrauch. Der Gräfelfinger hofft, dass seine passable Vorstellung gegen Osnabrück auch für ihn eine Initialzündung war, seine schwankenden Leistungen im bisherigen Saisonverlauf vergessen zu machen und sich dauerhaft auf hohem Niveau einzupendeln. Seine Vorlage zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer gegen Osnabrück hat ihm sicher Auftrieb gegeben.

Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen